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Arbeitsmarkt im bergischen Städtedreieck: 6.000 Menschen mehr beschäftigt

Arbeitsmarkt im bergischen Städtedreieck : 6.000 Menschen mehr beschäftigt

"Die Vorboten der Frühjahrsbelebung haben die Arbeitslosigkeit im bergischen Städtedreieck deutlich sinken lassen. Auch wenn der frostige März den Außenberufen zugesetzt hat, sorgt die gute Konjunktur dafür, dass die Unternehmen in der Region weiterhin neue Arbeitsplätze schaffen", erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal.

Die Arbeitslosigkeit in Wuppertal ist im März auf 15.726 Personen gesunken. Das waren 532 Arbeitslose weniger als im Februar und auch 1.378 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sinkt von 9,1 Prozent im Februar auf aktuell 8,8 Prozent. Vor einem Jahr im März belief sich die Quote auf 9,6 Prozent.

"Die Zahl der registrierten Arbeitslosen veranschaulicht nicht die gesamte Situation aller Jobsuchenden auf dem Arbeitsmarkt in Wuppertal. Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass auch Teilnehmer an Aktivierungs- oder Weiterbildungsmaßnahmen sowie Arbeitsgelegenheiten nicht als arbeitslos geführt werden, obwohl auch sie aktuell kein Beschäftigungsverhältnis haben, aber prinzipiell eine Beschäftigung suchen. Wenn man diesen Personenkreis- offiziell nennt sich dies Unterbeschäftigung- einbezieht, so suchen in Wuppertal im März insgesamt 30.342 Menschen eine Arbeit, das sind 302 weniger als vor einem Jahr. Auch wenn deutlich weniger Menschen, die einen Job suchen, als Arbeitslose registriert sind, hat sich die Entwicklung zum letzten Jahr nur leicht verbessert", erklärt Martin Klebe.

In Wuppertal meldeten sich im März 3.540 Personen neu oder erneut arbeitslos und auf der anderen Seite konnten 4.074 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

Im September 2017 waren in Wuppertal 126.275 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das waren 1.474 (+1,2 Prozent) mehr als im Juni 2017 und 3.129 (+ 2,5 Prozent) mehr als im September 2016.

Arbeitgeber meldeten im März 590 freie Arbeitsstellen in Wuppertal. Insgesamt werden in Wuppertal damit 2.160 Arbeitskräfte gesucht, das sind 58 Stellen oder 2,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Besonders gesucht werden in Wuppertal derzeit beispielsweise Medizinische Fachangestellte, Fachkräfte in der Kfz-Technik, examinierte Altenpfleger, Fachkräfte und Helfer in der Lagerwirtschaft, Helfer in der Metallbearbeitung, Fachkräfte in der Bauelektrik, Verkäufer, Bürofachkräfte, Fachkräfte im Dialogmarketing, Fachkräfte im Objekt- und Personenschutz, Berufskraftfahrer, Maschinen- und Anlagenführer, Zahnmedizinische Fachangestellte, Fachkräfte für Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik, Krankenpfleger, Physiotherapeuten sowie Erzieher.

Um die Situation auf dem Wuppertaler Arbeitsmarkt transparent zu machen, ist neben den arbeitslos gemeldeten Menschen auch ein Blick auf diejenigen erforderlich, die sich in Maßnehmen der Arbeitsmarktpolitik befinden und daher per Gesetz nicht als arbeitslos gelten. Dies ist insbesondere in Wuppertal notwendig, weil sich dadurch die Zahl der arbeitssuchenden Menschen noch einmal nahezu verdoppelt.

Konkret sind in Wuppertal 15.726 Menschen arbeitslos gemeldet und zusätzlich 14.616 Menschen befinden sich in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik oder haben einen arbeitsmarktbedingten Sonderstatus, die sie nicht als arbeitslos zählen lässt. Ohne den Einsatz dieser Maßnahmen, bzw. ohne den Sonderstatus wären in Wuppertal im März 30.342 Menschen arbeitslos und damit 302 Menschen weniger als vor einem Jahr.

Die Unterbeschäftigungsquote in Wuppertal beträgt wie im letzten Monat 16,0 Prozent. Im März 2017 lag sie bei 16,3 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung beträgt 51,8 Prozent — vor einem Jahr lag sie noch bei 55,8 Prozent.