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Start in die Motorrad-Saison: Mit Video: "Prävention und Repression"

Start in die Motorrad-Saison : Mit Video: "Prävention und Repression"

Der Parkplatz Burgholz liegt an Wuppertals beliebtester und gefährlichster Bikerstrecke, der L 74. Am Montag war er voll mit Motorrädern. NRW-Innenminister Herbert Reul warb an symbolträchtiger Stelle gemeinsam mit der Polizei und dem Netzwerk ehrenamtlicher Biker "Limiter inside" für mehr Sicherheit auf zwei Rädern.

Auf dem Parkplatz demonstrierten sie unter anderem eine Gefahrenbremsung bei 60 km/h.

"Prävention und Repression", sind die Worte, die Reul für mehr Sicherheit im Straßenverkehr nennt. Die "Limiter" unterstützen das durch Vorführungen und gemeinsame Touren, bei denen sie Motorradfahrer schulen. Einen "bunten Strauß an Maßnahmen", nennt es Holger Lehmann. Der Biker ist von Anfang an dabei und fährt selbst seit 50 Jahren Motorrad. Er erklärt: "Das eigene Sicherheitsdenken verändert sich. Früher ist man in Jeans gefahren und heute trägt man Protektoren und Warnwesten."

Mit der Repression meint der Innenminister die strafrechtlichen Maßnahmen. "Die Polizei ahndet konsequent. Wer die Regeln verletzt, muss auch mit den Folgen rechnen. Dazu gehört gefährliches Rasen und unverantwortliches Überholen ", erklärt Reul.

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Der Innenminister weiß aber: "Wir brauchen neben der Polizei noch andere Botschafter." So sprach am Montag auch Timo Nitsche, der bei einem Unfall sein linkes Bein verlor. In einer Rechtskurve war er verunsichert und prallte gegen ein Auto. Inzwischen ist er so weit, dass er seine Geschichte weitergeben und andere sensibilisieren möchte.

Reul erklärt: "Mit der Präventionsarbeit versuchen wir eine Verhaltensänderung zu bewirken." Im vergangenen Jahr starben immer noch 84 Motorradfahrer bei Verkehrsunfällen. Jeder zweite Unfall war selbst verursacht.

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