Eine 52-köpfige Fachjury aus Experten und Expertinnen der Segmente Landschaftsarchitektur, Stadtplanung und Stadtverwaltung sowie von der BUGA 2031 gGmbH hat aus zehn eingereichten Arbeiten in einem anonymisierten Verfahren die ihrer Meinung nach überzeugendsten Konzepte zur Gestaltung der drei eintrittspflichtigen Bereiche der Gartenschau ausgewählt.
Den ersten Preis holte das seit 2001 existierende Berliner Büro „relais Landschaftsarchitekten Heck Mommsen PartGmbB“. Dessen Siegerentwurf für die drei BUGA-Kernareale in Vohwinkel, auf der Kaiserhöhe und Königshöhe sowie im Zoo wird nun auch realisiert werden. (Bilder)
Die BUGA-Planungen 2031
Platz 2 ging an die ebenfalls in Berlin ansässige „A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH“, die Bronze-Medaille an die „Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH“, die auch in der Bundeshauptstadt zu Hause ist. Eine Anerkennung erhielt das Büro „Cobe und Pfrommer & Roeder“ aus Nordhavn in Dänemark.
Für das größte BUGA-Stück, das Vohwinkeler Tesche-Gelände, haben die Wettbewerbsgewinner aus Berlin einen umfangreichen Landschaftspark geplant, in dem sich Sportmöglichkeiten für alle Generationen, Gastronomie, Spiel und Bewegung sowie Erlebnisfreiflächen ergänzen. Auch Umweltaspekte wie zukunftsträchtige Regenwasserversickerung spielen eine wichtige Rolle.
Der Clou der Gewinner-Planung: „Lebendige“ Info-Pavillons, sogenannte „Circular Labs“, werden überall auf dem Gelände verteilt sein – und interaktive Nutzungen für alle Gäste möglich machen. Fazit: Im Westen der Stadt soll ein ganz neues Landschaftsbild entstehen. Ein Gelände, das nicht nur während der 180 BUGA-Tage punktet, sondern ganz bewusst auch danach für Wuppertal, so Annette Berendes, Ressortleiterin für Grünflächen und Forsten, „ein richtiges Highlight sein wird“.
Für BUGA-Kernareal Nr. 2, den Grünen Zoo, wird erstmals ein Tierpark in eine Bundesgartenschau integriert. Eine Seilbahn hinauf zur Königshöhe soll nicht nur Ausblicke von oben ermöglichen, sondern auch barrierefreie Wegeführungen zwischen Berg und Tal.
Hinzu kommt als drittes Kernareal die „Wupperpforte“, die Königshöhe und Kaiserhöhe mit einer 849 Meter langen Hängeseilbrücke über dem Tal und dem Fluss miteinander verbindet. Diese Brücke wäre, so die Stadtverwaltung, die längste in Deutschland sowie die erste im urbanen Raum weltweit, Auf Königshöhe und Kaiserhöhe, wo die Brückenzugänge sein werden, sieht der Gewinnerplan die bewusste Erhaltung von Grünflächen unter dem Motto „minimal eingreifen, maximal aufwerten“ vor.
Bei der Vorstellung der Gewinner des freiraumplanerischen Wettwerbs für die BUGA 2031 (von links): Susanne Brambora-Schulz, Geschäftsführerin der BUGA Wuppertal 2031 gGmbH), OB Miriam Scherff, Umwelt-Dezernentin Kathrin Linthorst und Achim Schloemer, der Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft.
Foto: Christoph PetersenAnnette Berendes zur Sieger-Planung: „Ein herausragender Entwurf, der die Vohwinkeler Lücke des Kreises von zwölf historischen Parkanlagen in Wuppertal schließt.“ Umwelt-Dezernentin Kathrin Linthorst erkennt Signalwirkung: „Jetzt zeigt sich das Bild der BUGA.“
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff, die selbst Mitglied der Jury war, zeigte sich „stolz und begeistert“ vom Sieger-Entwurf. Er verbinde Mehrwert und Identitätsstiftung, Zirkularität, viel Grün, Bewegung, Sport sowie Attraktivität für Kinder – und garantiere dabei „nur sensible Eingriffe in die Natur“. Die Stadtchefin: „Nun bekommt die BUGA ein Gesicht.“
Auf Wuppertal als Bundesgartenschau-Veranstaltungsort 2031 blickt Achim Schloemer (Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft): „Wir spüren Begeisterung.“ Bald starten die Vertragsverhandlungen mit dem Wettbewerbssieger, um in die weitere Planung einzusteigen. Der BUGA-Baustart ist für 2028 terminiert.