1. Leser

Geplantes Wohnbaugebiet „Barmer Bogen“: Warum kein Warenumschlagplatz?

Geplantes Wohnbaugebiet „Barmer Bogen“ : Warum kein Warenumschlagplatz?

Betr.: „Kommt der ‚Barmer Bogen‘?", Rundschau vom 15. Januar 2022

Im Artikel zu dem Bauprojekt am Barmer Bahnhof wird berichtet, dass das gesamte Gelände für besseren Lärmschutz etwa fünf Meter aufgeschüttet werden soll.

Und dann – Zitat: "Für die Aufschüttung müssen 140.000 Kubikmeter Material herangeschafft werden – dafür sind rund 12.400 An- und Abfahren von Sattelzügen nötig. Bis zu 70 Laster pro Tag würden dann über 15 Monate verteilt von der A46 ins Tal rollen."

 Also 12.400 An- und Abfahrten von Sattelzügen über Autobahnanbindungen, auf denen, nach Klagen der Deutschen Umwelthilfe zur Feinstaubreduzierung, der gemeine Berufspendler mit Tempo 40 und Blitzern drangsaliert wird, um 140.000 Kubikmeter Material auf ein EISENBAHN-GELÄNDE zu transportieren.

Sowas ist wohl nur in einer Stadt möglich, wo die Stadtspitze ausschließlich grüne Ideologie statt fortschrittlicher Umweltpolitik betreibt.

 Außerdem sollte man vielleicht mal überlegen, ob ein Bahngelände mitten in der Innenstadt nicht ein toller Warenumschlagplatz sein könnte, um die Bewohner der Stadt umweltfreundlich zu versorgen. Waren per Bahn anliefern und dann mit kleinen umweltfreundlichen Transportmitteln in der Innenstadt verteilen. Das könnte doch glatt mal ein innovatives Verkehrskonzept der Zukunft sein.

Ach nein – sowas hat man ja vor 100 Jahren dort gemacht.

 Stefan Helm