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Freibad Mirke und Pina-Bausch-Zentrum: Schiefe Prioritätenlage

Freibad Mirke und Pina-Bausch-Zentrum : Schiefe Prioritätenlage

Betr.: Freibad Mirke und Pina-Bausch-Zentrum

Ganz deutlich wird die schiefe Prioritätenlage, wenn man diese beiden Projekte gegenüberstellt.

Da ist ein geplantes Freibad, ein Ort für Kultur, Kinder und Jugendarbeit. Maximalförderung drei Millionen Euro. Dort das Zentrum für Kultur – in der Hauptsache für eine elitäre Minderheit. Vorausgesagte Kosten etwa 80 Millionen Euro, jährliche Betriebskosten bei zehn Millionen Euro. Zum Vergleich waren die Kosten für die Elbphilharmonie bei der gleichen Summe angelegt. Woraus dann 800 Millionen wurden.

Ich vermisse den Aufschrei bei solch extremer Schieflage. Soziale Gerechtigkeit, Jugendarbeit, Freizeitmöglichkeiten für Menschen mit wenig Geld. Sicherlich ist ein Zentrum für Pina Bausch angesagt. Aber geht es bitte mehrere Nummern kleiner?

Es ist auch egal, aus welchem Topf das Geld kommt. Eine gerechte Umverteilung des Geldes, das letztlich uns allen gehört, ist mehr als notwendig für den sozialen Frieden.

Annette Simon