Leserbrief „Weiterhin für Streichung im Regionalplan“

Wuppertal · Betr.: Diskussion über die „Böhler Wiese“

 Natur pur: die Böhler Wiesen.

Natur pur: die Böhler Wiesen.

Foto: Regine Quinke

Am 6. Juni 2024 haben wir als IG Böhler Hof/Freudenberg im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen einen Bürgerantrag nach § 24 GO gestellt, der von der Fraktion der Grünen noch mal durch einen gleichlautenden Antrag verstärkt wurde. Wir wollten der Stadt Wuppertal damit die Möglichkeit eröffnen, gleichzeitig für die „Marpe“ und für die „Böhler Wiese“ in Düsseldorf einzutreten, um beide Flächen in einem Aufwand wieder aus dem Regionalplan herauszuholen und damit den Bodenspekulationen eines Investors ein Ende zu bereiten.

In der vorherigen Sitzung für Stadtentwicklung und Bauen hatten sich bereits alle Fraktionen einstimmig für dieses Vorgehen auch bei der Böhler Wiese ausgesprochen, dort lag aber ein beschlussfähiger Antrag noch nicht vor. Der Leitantrag der Fraktion der Grünen, der Ausschuss möge sich noch einmal wie in 2019 gegen eine Bebauung der „Böhler Wiese“ aussprechen und vor allem die Fläche als mögliche Siedlungsfläche im Regionalplan streichen, wurde mit den Stimmen der SPD und der CDU überraschend abgelehnt.

Das war zunächst völlig unverständlich, erklärt sich aber durch die Begründung: Für das gesamte Gebiet Böhler Hof/Freudenberg, also die komplette Wiese zwischen Ronsdorfer Straße und Am Freudenberg, gibt es einen rechtskräftigen Bebauungsplan und einen weiterhin rechtskräftigen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2019. Die eingezeichnete bebaubare Fläche ist bereits lückenlos geschlossen. Auf der direkt unter den vorhandenen Häusern gelegenen Wiesenfläche darf nicht gebaut werden. Es handelt sich um Flächen für Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Deshalb wurde der Antrag als „überflüssig“ abgelehnt.

Eine Änderung des Bebauungsplanes wurde bereits von der Stadt abgelehnt. Die Stadt Sparkasse hatte sich schon vor Wochen aus dem Vermarktungsprojekt herausgezogen.

Wir wollen mit dem Antrag und der Streichung im Regionalplan vor allem mögliche Kaufinteressenten vor dieser rein spekulativen Vermarktungsstrategie des Investors schützen, welcher immer noch aktiv die Flächen in der Marpe und der Böhler Wiese als mögliches Bauland anbietet, obwohl die Stadt Wuppertal sich hierzu bereits mehrmals eindeutig positioniert hat.

Deshalb werden wir uns als IG weiterhin für die Streichung im Regionalplan einsetzen.

IG Böhler Hof/Freudenberg
i.A. Regine Quinke

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