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Wohnbauprojekt „Barmer Bogen“: Kein Verständnis für solche Pläne

Wohnbauprojekt „Barmer Bogen“ : Kein Verständnis für solche Pläne

Betr.: Wohnbauprojekt „Barmer Bogen“

Das muss man erstmal langsam sacken lassen: „…Für die Aufschüttung müssen 140.000 Kubikmeter Material herangeschafft werden – dafür sind rund 12.400 An- und Abfahren von Sattelzügen nötig. Bis zu 70 Laster pro Tag würden dann über 15 Monate verteilt von der A46 ins Tal rollen…“

Unsere Straßen und Brücken im Tal sind kaputt, wegen Feinstaub gibt es Tempolimit 40 auf mehreren Hauptverkehrsstraßen. 

Durch die gesperrte Leverkusener Brücke fahren seit Jahren unzählige Lkws quer durch unsere Stadt über die A46, die ich übrigens in meinem Leben noch nie ohne Baustelle erlebt habe. Mit ihren vielen wichtigen und doch offensichtlich schon ein wenig maroden Brücken leidet die A46 jetzt schon erheblich unter dem zusätzlichen Verkehr. Dazu kommen nun auch noch für einige Jahre die weiträumigen Umfahrungen der kaputten Brücke auf der A45. Auch hier gibt’s zusätzlichen Lkw-Verkehr durch Wuppertal, da die empfohlene Umleitung über die A1 nämlich nicht für Lkw funktioniert (Leverkusener Brücke)! 

Da denkt man nun über ein Bauprojekt direkt an den Bahngleisen nach und plant mit etwa 70 Lastwagen am Tag über 15 Monate, die über unsere kaputten Straßen rollen? 140.000 Kubikmeter Material können also nicht mit der Bahn auf ein Bahngelände transportiert werden? Das wäre auch wirklich zu naheliegend! 

  • Das gut 30.000 Quadratmeter große Areal
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  • Geplantes Wohnbaugebiet „Barmer Bogen“ : Warum kein Warenumschlagplatz?
  • Die Feuerwehr rückte von beiden Seite
    Winchenbachstraße : Feuer in Barmen: A46 wegen Rauch kurzzeitig gesperrt

Den Feinstaub in unserer Stadt machen scheinbar nur Pendler und Parkplatzsuchende. Die sollen möglichst auf Fahrrad, Bus und Bahn umsteigen. Die Lkw, die unsere Stadt seit Jahren zusätzlich belasten, lassen den Feinstaub sicher auf der Autobahn. 

Mehr fehlt hier jedes Verständnis für solche Pläne, aber der Wuppertaler ist ja bekanntlich immer gegen alles!

Vielleicht ist er aber auch nur gegen das WIE bei neuen Projekten?

Heike Lünenschloß