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Corona & Co. : Für klare Regeln und Gesetze

Corona & Co. : Für klare Regeln und Gesetze

Betr.: Rundschau-Kommentar und Berichterstattung über Morddrohungen gegen den Bundestagsabgeordneten Helge Lindh

Die Aussagen von Herrn Helge Lindh sind zutreffend und beschreiben auch die Schwachstellen der Politik. Herr Helge Lindh ist Politiker einer demokratischen Partei und daher dem Grundgesetz verpflichtet. Wenn er aus humanitären Gründen sich stärker für Flüchtlinge einsetzt, ist das seine Einstellung und diese muss man nicht teilen – aber in einer Demokratie akzeptieren.

Dass diese Drohungen oder andere Anschläge passieren, liegt daran, dass die Politik sich über Jahrzehnte kaputtgespart hat. Menschen benötigen klare Regeln und Gesetze – und Verordnungen müssen nicht nur erlassen, sondern auch kontrolliert und bestraft werden.

Corona ist neu und niemand weiß richtig etwas darüber und selbst unsere Virologen sind sich nicht einig. Da impfen keine Verpflichtung ist und Medikamente noch nicht wirken, wird eben alles „auf Nummer sicher“ gemacht, um die Bevölkerung nach dem Grundgesetz zu schützen. Dass man die Wirtschaft schützen muss, steht nicht darin.

Wie lang das Corona-Virus bleibt oder ob es jemals verschwindet, weiß auch niemand seriös. Viele Viren und Infektionen gibt es schon ewig und man lebt damit, weil eben die Globalisierung alles von A nach B schleppt und es genug Menschen gibt, die sich allen Kontrollen entziehen werden.

Fazit: Da bleiben den Menschen nur die Möglichkeiten, sich nach persönlicher Angst oder Vorsicht so zu verhalten, dass sie damit leben können. Dass eventuell dabei einiges „über die Wupper geht“, kann schon sein.

Vieles wird durch Abstand und Vorschriften erschwert werden – und das will nicht jeder haben. Wir zum Beispiel gehen nur zum Wocheneinkauf in den Supermarkt und meiden „Just for Fun“, wo die Sicherheit und Abstand nicht ist. Wenn das viele so machen, dann bricht sicherlich bei „Just for Fun“ der Umsatz drastisch ein.

Dazu kommen noch weitere Probleme des Strukturwandels und des Umweltschutzes – und viele Branchen sind eventuell gefährdet. Aber seit Jahrzehnten hat sich das abgezeichnet.

Heinz-Peter Scheffel