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Nordpark-Diskussion: Anwohner sind maximal hinnehmbar belastet

Nordpark-Diskussion : Anwohner sind maximal hinnehmbar belastet

Betr.: Nordpark / Rundschau-Leserbrief „Ampel wäre optimal“

Der äußerst vage Vortrag, „man [werde] über kurz oder lang nicht darum herumkommen zusätzliche Parkplätze im Nordpark zu schaffen [...]“ ist unbegründet, denn wer ist „man“ und welche Zeitspanne ist mit „kurz oder lang“ gemeint? Offen bleibt auch die Frage nach der Notwendigkeit, um die „man [...] nicht [...] herumkommen [werde]".

Ebenso ominös ist die Behauptung, dass „[D]er Axalta-Parkplatz […] auf Dauer keine optimale Lösung [sei]“. Was bedeutet optimal? Unterstellt, „optimal“ bedeutete einen an den berechtigten Interessen aller Beteiligten (Anwohner, Parkbesucher, Gastronom) gut abgewogenen Kompromiss, so ist dieser mit der aktuellen Situation tatsächlich schon gefunden.

Die Anwohner sind maximal hinnehmbar mit Kraftverkehr belastet. Eine Anzeige an der Einmündung der Mallack in die Märkische Straße mit Auskunft über die aktuelle Besetzung des Parkplatzes im Nordpark ist sinnvoll, um unnötigen Verkehr in der engen Straße bei Belegung dieser Parkplätze zu vermeiden.

Die Parkbesucher finden, außer im Nordpark, Parkflächen auf dem Axalta-Parkplatz, an der gesamten Märkischen Straße zwischen den Bushaltestellen Kickersburg und dem Discounter oberhalb der Tankstelle – besonders nach Feierabend und an Wochenenden und Feiertagen.

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Der Fußweg von diesen Stellflächen ist für die meisten Parkbesucher hinnehmbar. Benutzer des ÖPNV nehmen von den diversen Haltestellen rund um den Nordpark ähnliche Wege hin.

Der Gastronom hat jetzt schon 84 Parkplätze vor der bedauerlicherweise immer noch verschlossenen Restauranttür. Eine Verhandlung zur Übereinkunft mit der Stadt zur vorrangigen Nutzung für seine vielleicht zukünftig zahlreich anfahrenden Gäste ist für den Gastronomen hinnehmbar.

Apropos vorrangige Nutzung: Es gibt bestimmt eine Planung bei der Stadt, dass einige Parkbuchten mehr im Nordpark als barrierefreie Stellflächen für Menschen mit besonderen Anforderungen mit Behindertenparkausweis eingerichtet werden, damit Menschen, die wirklich eine Parkerleichterung benötigen, diese auch tatsächlich bekommen.

Dem Fazit des Leserbriefes kann ich mich somit nur anschließen: „Wo gibt es demnach noch ein Problem?“

Kurt Gökçe