„Visiodrom“ in Heckinghausen Schon 100.000 Gäste bei Monet-Show

Wuppertal · Knapp neun Monate nach ihrer Eröffnung am 16. Juni 2022 haben bereits 100.000 Gäste aus ganz Deutschland die Show „Monet – Rebell und Genie“ im „Visiodrom“ im Heckinghauser Gaskessel in Wuppertal besucht.

Margarete Hensel, die mit ihrem Mann Philipp (2.v.li.) angereist war, bekam als 100.000 Gast der Monet-Ausstellung einen Blumenstrauß und einen Kalender.

Margarete Hensel, die mit ihrem Mann Philipp (2.v.li.) angereist war, bekam als 100.000 Gast der Monet-Ausstellung einen Blumenstrauß und einen Kalender.

Foto: Christoph Petersen

Damit sei ein „fulminanter Neustart aus dem Corona-Loch“ gelungen, so die Visiodrom GmbH“. Die Kombination von immersiver Show und Ausstellung werde gut angenommen. „Die Besucherzahlen sind eine eindrucksvolle Bestätigung für unser Gesamtkonzept. Show und Ausstellung bilden mit dem Gebäude zusammen ein einzigartiges Gesamterlebnis“, ist Geschäftsführer Dirk Emde überzeugt.

Ein Erfolgsfaktor ist die inhaltliche Ausrichtung von „Monet – Rebell und Genie“. Sie hebt sich sehr von der Masse der immersiven Shows, die durch die ganze Welt touren, ab. Die Show besteht ausschließlich aus Bildern von Claude Monet. Es ist ein einfühlsames Werk, das gänzlich ohne effekthascherische Computeranimationen auskommt.

Die Gäste genießen die ungewöhnlichen Perspektiven.

Die Gäste genießen die ungewöhnlichen Perspektiven.

Foto: Visiodrom

„Jeder Übergang, jeder Effekt und jedes Bild ist nicht nur wunderschön, sondern erfüllt aber auch eine genau festgelegte erzählerische Funktion“, erklärt Kurator Christian Höher. Nur mit dieser Sorgfalt, Genauigkeit und einer sehr guten kunsthistorischen Beratung könne eine Show mit so starker immersiver Wirkung entstehen.

Mit mehr als 250 Werken des impressionistischen Meisters erleben die Gäste im Visiodrom eine traumhafte Rundreise durch Frankreich auf Monets Spuren und gleichzeitig durch das eindrucksvollste impressionistische Lebenswerk der Menschheit. Auch die Anzahl und Art der gezeigten Motive und ausgelösten Emotionen in der Show sei außergewöhnlich hoch. „Wir wollten das Leben von Claude Monet nacherlebbar machen“, erklärt Höher.

Nicht nur sein Werk, sondern auch das Leben von Claude Monet, mit all seinen Höhen und Tiefen, den Momenten des Durchhaltens, der Verzweiflung und des Triumphs machen Show und Ausstellung in Wuppertal auf imposante Art erlebbar. Im Bereich der weltweit boomenden immersiver Shows besitzt das Visiodrom neben der Machart der Show in Wuppertal direkt mehrere Alleinstellungsmerkmale. Die feste Heimat mit Europas größter 360-Grad-Leinwand, der Gaskessel Wuppertal, ist eine denkmalgeschützte und gleichzeitig einmalig weiterentwickelte Kathedrale der Industriekultur.

 Blick in die Ausstellung.

Blick in die Ausstellung.

Foto: Visiodrom

Das fast 70 Meter hohe und kreisrunde Gebäude erlaubt im oberen Teil Projektionen von über 40 Metern Höhe. Denn der Boden des Visiodroms ist das Dach eines inneren Neubaus, der in einem weltweit einmaligen Projekt in dem alten Gasspeicher errichtet wurde. Wo früher Gas für die Stadt gelagert wurde, flanieren heute die Besucherinnen und Besucher gediegen durch die liebliche impressionistische Bilderwelt.

Die begleitende Ausstellung ist leicht verständlich, fundiert und begeistert auch anspruchsvolle Gäste. Sie vermittelt grundsätzliches Wissen zum Leben und Werk Monets. Aber auch zu der Zeit, in der Claude Monet gelebt und gewirkt hat. Anschließend weiß jeder Gast, nicht nur wie groß seine Begeisterung für Seerosen war, sondern auch warum es kam.

„Es ist eine vertane Chance, immersive Shows nicht mit einem ernsten Ausstellungsangebot zu flankieren“, meint Christian Höher. „Hier hat unsere Branche die Möglichkeit interessantes Wissen auf eine sehr angenehme Art einer breiten Öffentlichkeit anzubieten. Wir beobachten, dass dieses Angebot sehr gut angenommen wird. Es ist für uns ein entscheidender Baustein für die Wirkung unseres Gesamtangebots.“

Ob „Monet – Rebell und Genie“ aufgrund des immer noch steigenden Zuspruchs erneut verlängert wird, entscheidet die Visiodrom GmbH Anfang April. Die Produktion der neuen Show und Ausstellung läuft auf Hochtouren. „Wir werden uns als nächstes wieder mit einer der wirklich großen Persönlichkeiten der Kunstgeschichte beschäftigen“, verrät Christian Höher, Kurator und künstlerischer Leiter der Visiodrom GmbH.

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