TiC bringt Edgar-Wallace-Klassiker auf die Bühne: Fieser Frosch, tolle Truppe

TiC bringt Edgar-Wallace-Klassiker auf die Bühne : Fieser Frosch, tolle Truppe

Wer ist der mysteriöse Froschmann, der mit seiner bösen Bande in London sein Unwesen treibt? Diesem Rätsel geht das Theater in Cronenberg (TiC) in seinem neuen Stück auf den Grund. "Der Frosch mit der Maske" feierte eine grandiose Premiere.

Fans des Genres ist der Krimi von Edgar Wallace aus dem Jahr 1925 natürlich bestens bekannt. Sie wissen genau, wer hinter der Maske steckt. Aber glücklicherweise verrät es am Premierenabend keiner. Stattdessen wird jede Szene mit Applaus bedacht — was bei dem Stück, das erstmals 1959 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde, viele sind.

Rund zwei Stunden (mit Pause) ermitteln Dick Gordon (souverän und auch als Erzähler dabei: Sebastian Freund) und Sergeant Elk (als weibliche und würdige TiC-Antwort auf den TV-Star Siegfried Lowitz: Christina de Bruyckere-Monti) in der Londoner Ober- und Unterwelt.

Ganz nebenbei verliebt sich Dick in die reizende Ella Bennet (Fabia-Ines Dabek), Tochter des verdächtigen John Bennet (Clemens Filarsky). Der versucht, seinen Sohn von der schiefen Bahn abzuhalten. Doch der großspurige Ray gerät in die klebrigen Hände des Frosches. Dennis Gottschalk als Ray ist eine Entdeckung. Er spielt den jungen Mann intensiv, glaubwürdig und professionell.

Überhaupt sind alle Rollen in dieser Produktion passend besetzt. Dass die acht Darsteller Spaß an dem Stück haben, das an dem Kult-Film ausgerichtet ist, ist ihnen anzumerken. Und es ist ansteckend.

Das Publikum zeigt sich begeistert, was nicht zuletzt am durchdachten und abwechslungsreichen Bühnenbild liegt: Jan Bauerdick bringt das England der 1950er Jahre zurück. Mit wenigen Handgriffen verwandelt sich die Bühne mal in Scotland Yard, dann in ein Cottage auf dem Land, eine Bar oder einen Hinterhof. Die auf Fifties ausgerichteten Kostüme (Carmen Fett) runden das Bild ab.

Der Frosch mit seiner Ledermaske und dem schwarzen Mantel sieht richtig böse und unheimlich aus. So macht ein Theater-Krimi Spaß.
Einziger Wermutstropfen des Abends: Am Schluss sieht nur das Publikum in den ersten Reihen, wer der am Boden liegende Frosch wirklich ist. Alle anderen müssen sich mit der mündlichen Offenbarung begnügen.

Regisseur Ralf Budde gelingt es mit "Der Frosch mit der Maske" in der Fassung von Frank Thannhäuser wieder einmal, eine erfolgreiche Fernsehproduktion unterhaltsam auf die Bühne zu bringen. Lohnt sich!

Die nächsten Termine: 14. und 15. Februar 2019, jeweils 20 Uhr, 17. Februar 2019 um 15.30 und 19 Uhr, 21., 22. und 23. Februar 2019 jeweils 20 Uhr — im TiC an der Borner Straße 1.
Karten unter Telefon 47 22 11 oder auf www.tic-theater.de.

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