Eine Reise quer durchs Tal

Eine Reise quer durchs Tal

Am Sonntag fällt in der Färberei in Wichlinghausen der Startschuss zu einem ungewöhnlichen Kunstprojekt. Unter dem Titel "Die Reise der Wartenden" werden sieben Skulpturen von Christina Rode an verschiedenen Orten in Wuppertal zu sehen sein.

In Wuppertal sind sie bereits angekommen — die Holzskulpturen der Künstlerin Christina Rode aus Wietzkow. Am Sonntag, 13. März, sind sie von 11 bis 13 Uhr in der Färberei am Peter-Hansen-Platz in Oberbarmen zu sehen, bevor sich die eigentlich starren Kunstwerke bis zum 22. Mai auf eine Tour durch Wuppertal begeben, um an besonde

ren Orten Station zu machen.

"Die Wartenden", das sind lebensgroße, sitzende Figuren, die Abbilder und Symbole der Menschen darstellen, ihrer Gefühle und Erfahrungen. Für einen Tag, eine Stunde, eine Woche trifft man die "Wartenden" auf dem Amt, am Bahnhof, im Krankenhaus, beim Zahnarzt, auf dem Marktplatz, in einem Konzert, im Betrieb, im Kaufhaus, in der Bahn, in einer Ausstellung, in der Lobby des Rathauses, in einer Kirche in Wichlinghausen...

Zumeist sind die Begegnungen flüchtig. Aber die "Wartenden" treffen auch Menschen, die mit ihnen gemeinsam warten. Oder gemeinsam auf die Reise gehen. Menschen, die Anteil nehmen und sich einbringen, die Verantwortung übernehmen, als Paten für eine einzelne Skulptur oder die ganze Reisegruppe. Solche Menschen bestimmen die Wegstrecken und Etappenziele.

Mit im Boot sitzt die Malerin Gisela Kettner, deren Bilder einen farbigen Raum für die Skulpturen bilden werden. Die Künstlerin fängt die Ästhetik der Vergänglichkeit und der natürlichen Strukturen in ihren Arbeiten ein. Dabei entstehen makroskopische Ausschnitte — mit Farb- und Materialsubstanzen aufgeladene Malereien. Durch Überlappungen sowie Schichtungen von Material und Farbe entstehen plastische Bildräume. Die Arbeiten beschäftigen sich mit der Grenzüberschreitung von Innen und Außen.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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