250 Bewerber: Run auf Bausch

Wuppertal · Das erstmals von der Kunststiftung NRW und der Wuppertaler Pina-Bausch-Foundation ausgeschriebene internationale Stipendium "Pina Bausch Fellowship for Dance and Choreography" stößt weltweit auf großes Interesse.

 Mit professionellen Tänzern und bekannten Choreographen zusammenarbeiten — diese Chance bietet das Stipendium von Kunststiftung NRW und der Pina-Bausch-Foundation. So könnten die Stipendiaten auch als Teil des Bausch-Ensembles auf der Bühne stehen. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem neuen Stück „The Lighters. Dancehall Polyphony“.

Mit professionellen Tänzern und bekannten Choreographen zusammenarbeiten — diese Chance bietet das Stipendium von Kunststiftung NRW und der Pina-Bausch-Foundation. So könnten die Stipendiaten auch als Teil des Bausch-Ensembles auf der Bühne stehen. Unser Bild zeigt eine Szene aus dem neuen Stück „The Lighters. Dancehall Polyphony“.

Foto: Karl-Heinz Krauskopf

Bis zum Bewerbungsschluss am 1. Oktober 2015 waren in Wuppertal über 250 Bewerbungen eingegangen — aus zahlreichen Ländern Europas, aber auch aus Nigeria, Uganda, China, Taiwan, Indonesien, Russland, den USA und Kanada sowie aus Südamerika. So möchte eine Tänzerin aus Costa Rica in einem Ensemble in Düsseldorf mitarbeiten, ein Choreograph aus Uruguay bewirbt sich um einen Aufenthalt bei einer Compagnie in Madrid, und ein in Schweden lebender russischer Tänzer will sich in Berlin bei einer freien Theater-gruppe neue Ausdrucksmöglichkeiten erschließen — um nur einige zu nennen.

Eine mit herausragenden Persönlichkeiten der internationalen Tanzszene besetzte Jury hat nun die Aufgabe, aus den Bewerbungen bis zu vier Stipendiaten auszuwählen. Erst werden die Unterlagen gesichtet, dann trifft sich die Jury im November in Wuppertal, um die endgültige Entscheidung zu treffen.

Das Stipendium ermöglicht professionellen Tänzern und Choreographen weltweit, beispielsweise als Mitglied auf Zeit in einem Ensemble ihrer Wahl neue tänzerische Ausdrucksweisen kennenzulernen. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Der Aufenthalt dauert zwischen drei und sechs Monaten — bezahlt werden eine monatliche Zuwendung sowie die Reisekosten.

Die Erfahrungen während des "Fellowship" und dessen Arbeitsergebnisse stellen die Stipendiaten später in einer künstlerischen Präsentation in Wuppertal öffentlich vor.