Das Projekt beteiligt sich im Januar 2026 erneut an der internationalen Mitmachaktion, die Menschen dazu einlädt, den eigenen Alkoholkonsum zeitweise zu unterbrechen und zu reflektieren. Zum Start wird erstmals die „Dry Challenge App“ veröffentlicht.
Sie wurde mit Unterstützung der BARMER entwickelt und ist spätestens zum 1. Januar in den gängigen App-Stores verfügbar. Ziel ist es, Menschen während einer zeitlich begrenzten Verzichtsphase digital zu begleiten und ihnen niedrigschwellige Unterstützung anzubieten.
Die App verfolgt bewusst einen neutralen Ansatz. „Sie richtet sich nicht ausschließlich an Menschen, die auf Alkohol verzichten möchten, sondern kann grundsätzlich für jede Form des bewussten Verzichts genutzt werden. Nutzerinnen und Nutzer legen ihr persönliches Ziel selbst fest und werden dabei spielerisch unterstützt. Dieser offene Ansatz ermöglicht eine flexible Nutzung und eröffnet Perspektiven für weitere Präventionskampagnen“, so das Blaue Kreuz.
Stimmungs-Tracking, Dashboard und Anreize
Zentrales Element ist ein tägliches Stimmungs-Tracking. Die Nutzerinnen und Nutzer geben ihre aktuelle Stimmung über einen Smiley ein, dessen Ausdruck sich über einen Slider individuell anpassen lässt – von „Ich fühle mich sehr schlecht“ bis „Ich fühle mich glücklich“. Im Dashboard werden unter anderem die durchschnittliche Stimmung, der Konsumstatus, der persönliche Streak, also die längste Zeit ohne Konsum, sowie alle gesammelten Badges übersichtlich dargestellt.
Die Badges dienen als motivierende Anreize und werden für das Erreichen bestimmter Meilensteine vergeben. Während einzelne Challenges auf maximal 28 Tage begrenzt sind, läuft der Streak unbegrenzt weiter, sofern kein Konsum erfolgt. Für jeden Monat ohne Konsum sind eigene Badges vorgesehen. So lassen sich neben dem „Dry January“ auch weitere Aktionszeiträume wie der „Dry July“ oder der „Sober October“ abbilden.
Außerdem bietet die App eine Journaling-Funktion. Userinnen und User können für beliebige Tage persönliche Einträge verfassen und diese optional mit Fotos ergänzen. Die Einträge werden chronologisch gespeichert und ermöglichen eine individuelle Auseinandersetzung mit der eigenen Verzichtserfahrung.
Ergänzt wird das Angebot durch eine integrierte Blog-Funktion. Hier können Beiträge zu unterschiedlichen Themen veröffentlicht und multimedial ergänzt werden. Während des „Dry January“ werden regelmäßig begleitende Beiträge veröffentlicht, die informieren, motivieren und zur Reflexion anregen.