1. Chronik

Wuppertals Chronik 2019: S wie Schluss für einige Zoobewohner

Wuppertals Chronik 2019 : S wie Schluss für einige Zoobewohner

Ein turbulentes Jahr für den Wuppertaler Zoo: Anfang des Jahres 2019 verkündet Zoodirektor Arne Lawrenz, dass Wuppertal beabsichtige, sich von seinen Eisbären zu trennen. Die Begründung: Die Haltung der Tiere sei nicht mehr artgerecht.

Ende des Jahres leben die Eisbären Anori und Luka immer noch im Wuppertaler Zoo. Bis ein geeignetes neues Zuhause für sie gefunden wird, kann es noch einige Jahre dauern. Den Zoo in diesem Jahr aber endgültig verlassen haben die beiden Schimpansen Epulu und Kitoto – eine für Wuppertal emotional aufgeladene Entscheidung. Der 51-jährige Schimpanse Epulu wurde im Tal geboren und von Hand mit der Flasche aufgezogen. Er ist gebürtiger Wuppertaler und für viele Besucher ein nicht wegzudenkender Teil der Zoofamilie. Doch der Zoo hat sich verändert und mit ihm die Anforderungen, die für eine artgerechte Affenhaltung zu erfüllen sind. Epulu und Kitoto mussten sich in den letzten Jahren ihr Außengehege mit den Bonobos teilen. Im Affengehege kam es deshalb regelmäßig zu Krawallen. Gemeinsam verließen die beiden Schimpansen im September den Wuppertaler Zoo. Epulu ging nach Heidelberg, Kitoto nach Antwerpen.

Und die Bonobos? Die freuen sich über mehr Platz und Freiheiten in ihrem Gehege, den sich wohl auch dringend brauchten. Anfang des Jahres gerieten nämlich auch sie in die Schlagzeilen, als sich die Eingliederung des neuen Bonobo-Männchens Bili, zumindest aus Sicht Außenstehender, als schwierig darstellte. Bonobos gehen nicht immer zimperlich miteinander um, Bili präsentierte sich dem Wuppertaler Publikum daher immer mal wieder mit einigen Schrammen und Kratzern, was bei den Besuchern Besorgnis erregte und die Tierschutzorganisation PETA auf den Plan rief.

Im April ließ ein für den Zoo mehr als freudiges Ereignis die Bonobo-Debatte in den Hintergrund treten: Elefantenbaby Gus erblickte am 20. April 2019 das Licht der Welt und machte Elefantenjungtier Tuffi zur großen Schwester.

(flo)