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Groß- und Außenhandel: ver.di-Warnstreik am Donnerstag in Wuppertal

Groß- und Außenhandel : ver.di-Warnstreik am Donnerstag in Wuppertal

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt die Warnstreiks im nordrhein-westfälischen Groß- und Außenhandel fort. Am Donnerstag (23. Sept“ember 2021) legen Beschäftigte ihre Arbeit unter anderem bei „Wera Werkzeuge Logistik in Wuppertal“ nieder.

„Die Warnstreiks im Groß- und Außenhandel gehen weiter, solange es kein Tarifabschluss gibt“, so Robert Puleski, Gewerkschaftssekretär für den Handel im Bezirk Düssel-Rhein-Wupper.

Das aktuelle Arbeitgeberangebot sehe für 2021 keine prozentuale Entgeltsteigerung vor, sondern lediglich eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Euro. Die Einmalzahlung für 2021 werde nur in Unternehmen ausbezahlt, denen es wirtschaftlich gut gehe, für alle anderen Beschäftigten würde die Einmalzahlung erst im Januar 2022 erfolgen.

„Es soll erst im Juli 2022 eine prozentuale Entgeltsteigerung von 1,5 Prozent nach zwei Nullmonaten geben. Die wiederum von Unternehmen, die in dem Zeitraum von Januar 2021 bis Juni 2022 mindestens drei Monate Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen oder sonstige staatliche Unterstützungsleistungen erhalten haben, sogar um sechs Monate bis spätestens zum 1. Januar 2023 aufgeschoben werden kann“, so ver.di.

Puleski: „Das Angebot der Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten ist respektlos und nicht hinnehmbar. Bei den Beschäftigten trifft das auf völlige Unverständnis. Sie sind es nämlich, die die Waren kommissionieren, die dafür sorgen, dass die Waren die Läger verlassen, die Läden wieder voll sind, die Atemschutzmasken, Corona-Schnelltest und Impfdosen an den Mann und die Frau kommen. Deshalb lassen sich die Beschäftigten nicht unterbuttern und kämpfen weiter für ihre Forderung. Weil sie es verdient haben!“

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Der Arbeitgeberverband habe seinen tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen empfohlen, eine freiwillige Erhöhung der Löhne und Gehälter um zwei Prozent zum 1. Dezember 2021 vorzunehmen. „Wir brauchen keine Vorweganhebung, wir brauchen für die Beschäftigten des Groß- und Außenhandels einen Tarifvertrag! Vorweganhebungen gibt den Beschäftigten keine Rechtssicherheit, sie ist jederzeit widerrufbar“, meint Puleski.

Für die Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Großhandel- und Außenhandel fordert ver.di 4,5 Prozent und 45 Euro mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie die gemeinsame Beantragung der Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge.

Die Verhandlungen werden am 11. Oktober 2021 fortgesetzt.