„Eine Erhöhung der Einkommensteuer würde viele mittelständische Unternehmen im Bergischen Städtedreieck stärker belasten“, kritisiert IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Er weist darauf hin, dass Deutschland bereits ein „Hochsteuerland“ sei. Die Unternehmensteuern seien hierzulande im internationalen Vergleich „weit überdurchschnittlich hoch“.
Die bereits beschlossene Senkung des Körperschaftsteuersatzes ab dem Jahr 2028 sollte vorgezogen werden. „Diskussionen um höhere Steuerbelastungen, sei es bei der Einkommensteuer oder der Erbschaftsteuer, verbieten sich“, ergänzt IHK-Vizepräsident Axel Blankennagel. Sie würden die Unternehmen in der aktuellen Strukturkrise zusätzlich verunsichern.
Die bergische Wirtschaft benötige dringend eine verlässliche Steuerpolitik, die Steuererhöhungen kategorisch ausschließe und stattdessen auf Entlastungen setze. „Dies ist eine notwendige Voraussetzung, damit die Wirtschaft wieder in Schwung kommen, mehr investieren und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen kann“, so Wenge und Blankennagel abschließend.