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Wuppertaler Gärten: Insektenschutz statt Einstellplatz

Wuppertaler Gärten : Insektenschutz statt Einstellplatz

Wenn es im Garten oder auf dem Balkon summt und brummt, ist das ein gutes Zeichen. Ein Praxisworkshop in Wuppertal soll in der letzten Juniwoche zeigen, wie man das eigene kleine Biotop insektenfreundlich gestaltet kann.

Ein Wuppertaler Garten wurde im Rahmen des Insektenschutzprogramms ausgewählt, um am 26. Juni in ein Schlemmerland für Bienen, Schmetterlinge und Co. umgewandelt zu werden. Das Know-how im Workshop kommen vom Verein „Bergische Gartenarche im Wupperviereck“ und der Interessengemeinschaft „Wuppertals urbane Gärten“. Unter fachlicher Anleitung werden unterschiedliche Oasen und Lebensräume für eine vielfältige Insektenpopulation geschaffen und dabei Schritt für Schritt erklärt, worauf es ankommt.

Konkret wird ein bestehender, teilweise von Hecken eingefasster Vorgarten in der Gartenwohnungsbaugenossenschaft „Eigener Herd“ von 1911 naturnah neu geplant und insektenfreundlich umgestaltet. Es wird gemeinsam eine Rasenfläche mit angrenzenden Beeten in einen naturnahen Kräuter- und Wildpflanzengarten umgestaltet. Gestalterisches Vorbild ist der traditionell viergeteilte Bauerngarten. Anhand einzelner Gestaltungselemente wird aufgezeigt, was man z.B. mit Totholz und Steinen an Lebensräumen für Insekten, Vögel, Reptilien, Amphibien wie Pflanzen schaffen kann. Dabei werden vor allem folgende Themen vorgestellt: Tiere pflanzen, Totholzverwendung, Naturstein und Recyclingbauten sowie Wasserstellen und offene Wegoberflächen. Daneben werden Fugengrün und Trittpflanzen für Rasengittersteine für den Pkw-Stellplatz, eine Minidachbegrünung und einen schattigen Sitzplatz unter Weinranken zur Komplettierung des Vorgartens vorgestellt.

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„Gerade in der Stadt sind private Grünflächen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Wenn sie ökologisch vielfältig gestaltet werden, kann dies effektiv als Maßnahme gegen das Insektensterben helfen und sich auch positiv auf andere Tierarten im Garten wie Vögel, Reptilien, Amphibien und Fledermäuse auswirken“, so die Stadtverwaltung. „Dabei zählt jeder einzelne Garten: Er kann Nahrungsangebot und Nistplätze bieten. Gleichzeitig bieten blühende Gärten auch den Menschen Augenweide und Nutzen. Doch vielen Menschen fehlen Anleitung und das Praxiswissen, wie man seinen Garten naturnah gestaltet.“

Wer bei der Umgestaltung aktiv mitmachen möchte, ist beim halbtägigen Workshop willkommen. Termin ist am 26. Juni 2021 von 13 bis 17 Uhr. Wegen der Corona-Vedingungen ist eine frühzeitige Anmeldung erforderlich, da nur eine begrenzte Teilnehmerzahl (maximal 10) möglich ist: Voraussetzung zur Teilnahme wird ein negativer Corona Schnelltest (maximal 24 Stunden) oder ein Nachweis über vollständige die Impfung/Genesung sein.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Insektenschutz gibt es unter E-Mail an insektenschutzprogramm@stadt.wuppertal.de oder telefonisch bei Karin Ricono, Tel. 0202 / 563-6364.