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„German Overshoot Day“: Gute Ideen aus Wuppertal

Beispiel Nordbahntrasse : „German Overshoot Day“: Gute Ideen aus Wuppertal

Wuppertal und Aachen sind die Städte, die im Rahmen des von der Stiftung Mercator geförderten Projektes „We #MoveTheDate“ gute Beispiele für klimafreundliches Verhalten liefern und weitere Ideen auf den Weg bringen sollen. Zudem gibt es im Rahmen des Projektes einen Ideen-Wettbewerb.

Hintergrund ist der „German Overshoot Day“ am 5. Mai: Wenn alle Menschen auf der Welt so leben würden wie die Menschen in Deutschland, wäre an diesem Tag der „Earth Overshoot Day“. Das geht aus den Berechnungen zum ökologischen Fußabdruck und der Nutzung von Ressourcen hervor, die von der „Footprint Data Foundation“, der York University und dem „Global Footprint Network“ veröffentlicht wurden.

Vom 1. Januar bis zum 5. Mai haben Deutschlands Einwohner im Durchschnitt so viel von der Natur verbraucht, wie der Planet pro Person im gesamten Jahr erneuern kann. Eine Verschiebung des Datums (#MoveTheDate) des deutschen und des „Earth Overshoot Day“ ist möglich, wenn Infrastrukturen umgestaltet, Prozesse deutlich ressourceneffizienter gestaltet und Energiesysteme dekarbonisiert werden, wenn Kohlendioxid durch Aufforstung gebunden und ressourcenschonender gelebt wird, so die Initiatoren des Projektes. „We #MoveTheDate will zeigen“, dass es schon jetzt viele Bürgerinitiativen sowie kommunale und Unternehmensstrategien gibt, die zu diesem Ziel beitragen.

  • Das Cover des Krimis.
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    In der „Utopistadt“ : DGB feiert 1. Mai an der Nordbahntrasse
  • Wer „Stromfresser“ verbannd, kann Geld sparen.
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Es ist ein Projekt unter der Leitung des „Global Footprint Network“ und des „Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production“ (CSCP) in Wuppertal und wird von der Stiftung Mercator gefördert. Zusammen mit Bürgerinitiativen, Stadtverwaltungen und der Öffentlichkeit in Deutschland beschleunigt das Projekt Lösungen für „#MoveTheDate“ und sucht Wege, um diese zu vervielfachen. Im Rahmen des Pilotprojektes soll beispielhaft gemeinsam mit Aachen und Wuppertal gezeigt werden, welche Wirkungen die Aktivitäten von städtischen und zivilgesellschaftlichen Akteuren entfalten können.

So verfügt Wuppertal beispielsweise über eines der am stärksten befahrenen städtischen Radwegenetze Deutschlands. Die 23 Kilometer lange Nordbahntrasse hat sich schnell zur beliebten und schnellen Strecke entwickelt. Hochrechnungen zufolge werden rund 90 Millionen Radfahrer und Fußgänger in den nächsten 30 Jahren auf der Strecke unterwegs sein. Die Initiatoren, die Wuppertalbewegung, werden im Rahmen des Projektes als „herausragendes Beispiel für die aktive und vielfältige Zivilgesellschaft, die die nachhaltige Entwicklung der Stadt prägt“ gelobt.

„We #MoveTheDate2 möchte weitere gute Beispiele zeigen, von innovativen Produkten bis hin zur Stadtentwicklung. Dazu gibt es einen „We #MoveTheDate“-Wettbewerb für Lösungen, die zeigen, was in Deutschland bereits gemacht wird. Wer mitmachen möchte, kann Projekte von der Lebensmittelrettung bis zum Repair-Cafés, von öffentlichen Projekten bis hin zu Nachbarschaftsinitiativen auf der „#MoveTheDate“-Karte der Lösungen eintragen. Die besten Beiträge werden durch das Projekt einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Bewertung erfolgt über eine Jury und nach Qualität des Beitrags und der Wirkung der Lösung.

„Der Klimawandel und die explodierende Ressourcennachfrage auf der ganzen Welt verschmelzen zu einem ,Sturm’ der Ressourcenunsicherheit. Unser Boot zu reparieren und in unser Gemeinwesen zu investieren, ist der naheliegendste Weg, um unsere eigenen Chancen auf eine sichere Zukunft zu verbessern“, so Oberbürgermeister Uwe Schneidewind bei. „Damit lässt dieser ,Sturm' auch nach und wir können seine Folgen bewältigen."