Aufruf von ver.di ÖPNV: Freitag wird der WSW-Betriebshof Varresbeck bestreikt

Wuppertal · Auch am Freitag (20. März 2026) wird es im Wuppertaler ÖPNV zu Ausfällen kommen. Die Gewerkschaft ver.di ruft zu einem ganztägigen Warnstreik am Betriebshof Varresbeck auf.

Warnstreik am Betriebshof im März 2025.

Foto: Christoph Petersen

Dadurch könne in den Gebieten, für den im Westen der Stadt gelegene Betriebshof zuständig ist, „zu Einschränkungen auf Linien und Strecken kommen“, so ver.di. Der Betrieb von S-Bahnen und Regionalzügen ist von der Tarifrunde nicht betroffen. Bereits am Dienstag und Donnerstag (17. und 19. März) laufen in Wuppertal Warnstreiks.

Die Gewerkschaft will nach eigenen Angaben in der laufenden Tarifrunde für die rund 30.000 Beschäftigten der kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Warnstreiks finden demnach am Freitag „punktuell an zahlreichen Betriebshöfen“ im gesamten Bundesland“ statt.

Hintergrund der Streikmaßnahmen sind die laufenden Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW). „Auch nach zwei Verhandlungsrunden liegt weiterhin kein verhandlungsfähiges Angebot der Arbeitgeber vor“, kritisiert ver.di.

Man fordere „Entlastungen bei der Arbeitszeit und den Schichtdiensten sowie Verbesserungen bei Zuschlägen“. Ziel sei es, „die hohe Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und den Nahverkehr langfristig personell zu stabilisieren. Die dritte Verhandlungsrunde steigt am 24. März 2026 in Bochum.

„Die Beschäftigten stehen hinter ihren Forderungen und zeigen den Arbeitgebern unmissverständlich, dass Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen mit ihnen nicht zu machen sind. Die Kolleginnen und Kollegen sind angetreten für Entlastung und sie sind bereit, diese durchzusetzen“, so Stephanie Peifer (Bezirksgeschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper).
„Wer seinen Beschäftigten so wenig Wertschätzung entgegenbringt und auf ihre Kosten sparen will, sichert keinen zukunftsfähigen und zuverlässigen Nahverkehr – er gefährdet ihn aktiv und nachhaltig. Die Beschäftigten sind nicht bereit, sich weiter verheizen zu lassen und so ihre Gesundheit dauerhaft zu gefährden.“

Die Beschäftigten im Nahverkehr trügen „viel Verantwortung. Nur gesunde Arbeitsbedingungen können einen sicheren und zuverlässigen Nahverkehr für alle gewährleisten.“

(red)