Haushaltssicherungskonzept Viele ver.di-Fragen an Stadtkämmerer Bunte

Wuppertal · Die Gewerkschaft ver.di in der Stadtverwaltung Wuppertal hat einen Fragenkatalog zum Haushaltssicherungskonzept 2026 an Kämmerer Thorsten Bunte übergeben.

Christina Escher ist die Personalratsvorsitzende der Wuppertaler Stadtverwaltung.

Foto: afi

Darin stellt ver.di nach eigenen Angaben „die zentralen offenen Fragen, die aus Sicht der Beschäftigten vor einer politischen Beschlussfassung geklärt werden müssen“. Am Rande fand ein kurzes Gespräch mit dem Stadtkämmerer statt. Man bedanke sich „für den offenen Austausch“. Zugleich machte die Gewerkschaft deutlich, „dass ein Gespräch allein nicht ausreicht. Jetzt braucht es belastbare, nachvollziehbare und schriftliche Antworten auf die offenen Fragen“.

„Wir erleben eine wachsende Unruhe in der Belegschaft. Diese Unruhe ist auch bei den Führungskräften, in der Politik und in der Öffentlichkeit angekommen. Das ist kein Randthema mehr. Wer tief in Strukturen, Personal und Leistungen der Verwaltung eingreifen will, muss offenlegen, welche Folgen das konkret hat. Beschäftigte haben ein Recht auf Klarheit. Die Politik braucht eine belastbare Grundlage für ihre Entscheidungen“, so Christina Escher, Samir Bouaissa und Gewerkschaftssekretär Filip Fischer.

Gefragt wird unter anderem nach den konkreten Auswirkungen „auf Stellen und Personalbestand, nach den betroffenen Leistungseinheiten, nach der geplanten Aufgabenkritik und nach dem Umgang mit Standards in der Verwaltung“. Außerdem geht es darum, „wie die Stadt mit Überlastung, Krankenständen, Fluktuation, Bearbeitungsrückständen und zusätzlichen Risiken für die Beschäftigten umgehen will“.

Haushaltskonsolidierung brauche „Substanz, Transparenz und Verantwortung. Einschnitte mit weitreichenden Folgen für Beschäftigte und Bürgerinnen und Bürger dürfen nicht im Ungefähren bleiben“. Escher, Bouaissa und Fischer: „Haushaltskonsolidierung darf nicht im Blindflug erfolgen. Solange zentrale Fragen zu Personalfolgen, Umsetzungsplanung, Standards und Risiken offen sind, fehlt die Grundlage für eine verantwortbare politische Entscheidung. Wer Zustimmung will, muss vorher Antworten liefern.“