Wuppertaler Verwaltungsvorstand Kämmerer Bunte vor Blitz-Abgang nach Dortmund

Wuppertal · Der Wuppertaler Kämmerer Thorsten Bunte steht offenbar unmittelbar vor einem Wechsel nach Dortmund. Die dortige SPD schlägt ihn als neuen Kämmer der Ruhrgebietsstadt vor. Eine Stellungnahme aus dem Wuppertaler Rathaus liegt noch nicht vor.

Der Wuppertaler Kämmerer Thorsten Bunte.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Tomas Cabanis

Man stelle „einen ausgesprochen erfahrenen Diplom-Verwaltungs- und Betriebswirt für die städtischen Finanzen“ am 26. März zur Wahl, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten vom Montag (10. März 2026). Der 55-Jährige kenne Dortmund, schließlich lebe er dort.

Bunte wurde 1971 in Hagen geboren. Seit dem 1. Mai 2023 ist er Beigeordneter und Stadtkämmerer in Wuppertal. Der Rat hatte ihn am 6. März 2025 einstimmig gewählt. Zu seinen Aufgaben zählen auch die Leitung des Geschäftsbereichs Finanzen und Beteiligungssteuerung.

„Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates in seiner Sitzung am 26. März soll Thorsten Bunte die Nachfolge von Jörg Stüdemann übernehmen, der Ende März nach langjähriger Tätigkeit für die Stadt Dortmund in den wohlverdienten Ruhestand wechselt“, so die Fraktionsvorsitzende Carla Neumann-Lieven.

Nach seinem Studium hatte der aktuelle Wuppertaler Kämmerer in der Sozialverwaltung und als Projektorganisator der Stadt Ennepetal gearbeitet. 2003 wechselte er zur neu gegründeten Gemeindeprüfungsanstalt NRW in den Bereich Finanzen und Controlling, dessen Teamleitung er 2008 übernahm. Parallel dazu ist er als Lehrbeauftragter und Prüfer im Bereich Betriebswirtschaftslehre und Verwaltungswissenschaften tätig.

2015 folgte die Ernennung zum Kämmerer und Dezernenten für Finanzen und Beteiligungen in Gladbeck. Er habe dort laut Neumann-Lieven „über acht Jahre hinweg“ bewiesen, „was ihn als Finanzfachmann auszeichnet: die Fähigkeit, kommunale Haushalte auch in schwierigen Zeiten zu führen“, so die SPD in Dortmund.

Als Kämmerer der Stadt Gladbeck war Bunte außerdem im Aktionsbündnis „Für die Würde unserer Städte" aktiv, das sich für eine gerechte Lösung der kommunalen Altschuldenproblematik einsetzt.

(red)