Der Wupperverband gestaltet in Kooperation mit der Stadt Wuppertal das Gewässerbett ökologisch wertvoller. „Dadurch verbessern sich die Lebensbedingungen für Fische und Kleinstlebewesen. Auch für die Menschen wird der Flussabschnitt – zum Beispiel bei einer Schwebebahnfahrt – ein Hingucker. Es handelt sich um den Bereich, der sich von der Agentur für Arbeit bis hinter die Gerichtsinsel erstreckt“, so der Wupperverband. Die Arbeiten dauern – je nach Witterung und Wasserstand – rund drei Monate.
Lebensraum für Flora und Fauna
Mehr Abwechslung und Dynamik ist die Devise: In das Gewässerbett werden große Steine eingesetzt, die für eine natürlichere Struktur sorgen sollen. So entstehen Bereiche mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten. Hinter den Steinen entstehen ruhigere Bereiche, die von Fischen als Ruhezonen oder Laichplatz genutzt werden können“, lautet der Plan. „Auch werden so genannte Gumpen ausgehoben, also etwas tiefere Bereiche, die für Strömungsvarianzen sorgen und die Strukturvielfalt der Sohle erhöhen. Außerdem bieten die Gumpen Lebensraum für Fische, Insektenlarven und Kleinstlebewesen.“
Die Baustellenzufahrt befindet sich gegenüber der Agentur für Arbeit. Hier wird ein Teilbereich des Wupperzugangs abgesperrt. Es verbleiben dennoch Sitzbereiche für Freizeitgäste. Zudem finden die Arbeiten ausschließlich tagsüber an Werktagen statt. Voraussichtlich werden ein bis Stellplätze am Arbeitsamt für die Baufahrzeuge benötigt.
„Im Rahmen der ökologischen Umgestaltung der Wupper, kann es im aktuellen Bauabschnitt und unterhalb zu Trübungen der Wupper durch aufgewirbeltes Sediment kommen. Dies ist aber für die Natur und das Gewässer unbedenklich. Auch sind Baggergeräusche möglich“, kündigt der Wupperverband an.
Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, ist das letzte Stück von 15 Kilometer Fluss im Wuppertaler Stadtgebiet naturnah umgestaltet. Auch Unternehmen haben das Projekt entlang ihrer Grundstücke und Firmengelände unterstützt. Die Wupper wird seit dem Jahr 2006 schrittweise umgestaltet. Die Investitionen für den aktuellen Bauabschnitt betragen 450.000 Euro. Die Maßnahme zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie wird zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert.