Ronsdorf Grüne sprechen sich gegen L419-Ausbau aus

Wuppertal · Die geänderten Planunterlagen für den 4-streifigen Ausbau der L 419, also der Parkstraße in Ronsdorf, einschließlich der Umweltverträglichkeitsuntersuchung sind noch bis zum 27. November 2019 unter https://www.wuppertal.de/wirtschaft-stadtentwicklung/planverfahren/unterlagen-l419-d1.php einsehbar. Einwendungen können bis zum 11. Dezember 2019 erhoben werden.

 Der Ausbau der L 419 beginnt am Ende des Überfliegers. Das stauträchtige „Nadelöhr“ Lichtscheider Kreuz ist dagegen nicht Bestandteil der Landesplanung. Es könnte aber durch zweispurige Verkehrsführung „ertüchtigt“ werden, weil der Haltepunkt Lichtscheid-Wasserturm entfällt.

Der Ausbau der L 419 beginnt am Ende des Überfliegers. Das stauträchtige „Nadelöhr“ Lichtscheider Kreuz ist dagegen nicht Bestandteil der Landesplanung. Es könnte aber durch zweispurige Verkehrsführung „ertüchtigt“ werden, weil der Haltepunkt Lichtscheid-Wasserturm entfällt.

Foto: Conrads

Die Fraktion der Grünen fordert Wuppertaler Bürger auf, dieses Recht zu nutzen und sich, bei Bedarf, mit entsprechenden persönlichen Eingaben gegen den Ausbau der L 419 auszusprechen. „Es ist wichtig, dass die Argumente gegen den Ausbau von vielen Menschen eingebracht werden“, erklärt Anja Liebert, Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin, und macht damit auch den Standpunkt der Grünen zum Ausbau der L 419 deutlich.

„Mit dem 4-streifigen Ausbau der L 419 geht mindestens eine Verdoppelung des Verkehrsaufkommens einher. Darüber hinaus wird die Lärm- und Luftbelastung deutlich ansteigen. Anwohnerinnen und Anwohner werden zukünftig hinter sieben Meter hohen Lärmschutzwänden wohnen müssen. Auch der Eingriff in den Naturhaushalt durch die Verbreiterung der Landesstraße wird enorm sein, u.a. wird der Verlust von vielen Bäume zu beklagen sein. Wir lehnen den autobahnähnlichen Ausbau der L 419 weiterhin strikt ab, da hier eine Verkehrspolitik der 1960er Jahre umgesetzt werden soll, die nichts mit einer nachhaltigen, klimafreundlichen Mobilität zu tun hat“, sagt Liebert.