Erst virtuell, dann real

Oktay Yilmaz setzt auf die Internetplattform "nebenan.de", um das Miteinander im Mirker Viertel zu beleben.

Innerhalb von nur einer Woche haben sich bereits rund 80 Mitglieder eingetragen und es werden ständig mehr", freut sich Oktay Yilmaz. Der 31-jährige Werbetexter spricht von der Onlineplattform "nebenan.de", bei der er Anfang August das "Mirker Viertel" etabliert hat und erklärt: "Die vom Burda-Verlag und anderen gesponserte Idee stammt aus Berlin und ist zwischenzeitlich mit dem deutschen Innovationspreis ausgezeichnet worden.

Bei "nebenan.de" handelt es sich um ein soziales Netzwerk, das darauf abzielt, Kontakte herzustellen, die dann offline ausgebaut werden sollen. Um das zu erreichen, gelten durchdachte Bedingungen. Wer will, kann sein Wohnumfeld als räumlich klar abgegrenztes Viertel anmelden. Für die, die miteinsteigen wollen, gibt es Zulassungskriterien: Lebensmittelpunkt muss im Quartier liegen, Anmeldedaten müssen überprüfbar sein, gefakte Identitäten haben keine Chance. Wer in die Community aufgenommen wurde, dem bieten sich dann unterschiedliche Formen der Interaktion.

"Das können Interessengruppen sein, Verabredungen zu spontanen Aktionen, Aufruf und Angebote zur gegenseitigen Hilfe oder, oder, oder... Auf den Nenner gebracht: Durch die Plattform soll eine dörfliche Struktur im Viertel entstehen, in der das generationsübergreifende und lebendige Miteinander blüht", sagt Yilmaz. Um das zu fördern, sind auch regelmäßige Treffen aller Mitglieder in wechselnden Kneipen und Cafés im Quartier anvisiert.

"Sich persönlich besser kennenzulernen, das Angebot an Freizeit- und Unterhaltungsaktivitäten vor Ort intensiver auszuloten, einfach gemeinsam etwas unternehmen, das wünschen sich bestimmt viele der Bewohner hier. Und die Internetplattform bietet dazu eine einfache Möglichkeit", so Yilmaz.