„Hier bin ich richtig“

Nadine Sommerauer bringt Kunst, kreatives Handwerk und ein Café ins "Bügeleisen", in die altehrwürdige Engelnburg.

"Auf der Suche nach größeren Räumen habe ich nachts während einer Internetrecherche die Engelburg entdeckt und wusste sofort: Das ist es. Mit dem Eigentümer bin ich rasch einig geworden, jetzt müssen nur noch die Umbauarbeiten fertig werden, dann geht's los." Das sagt Nadine Sommerauer.

2015 hatte die Diplom-Textilingenieurin und leidenschaftliche Malerin am Sedansberg ihr Atelier "Quermalerei" eröffnet. Neben der Entwicklung eines eigenen Mode-Labels gab sie dort Zeichenkurse, bot hochwertige Weine und edle Schokoladen an. "Die Nachfrage entwickelte sich insgesamt so gut, dass ein Standortwechsel hin zu mehr Fläche angesagt war. "So bin ich hier gelandet", erklärt die Künstlerin.

Vor ihr und dem Handwerkerteam liegt noch viel Arbeit: Dort, wo in dem 1900 als Hotel errichteten Gebäude früher eine Kneipe war, werden aktuell Decke und Wände freigelegt, anschließend soll möglichst originalgetreu renoviert werden. Gleiches gilt für den ehemaligen Pferdestall weiter hinten. Der Kalender gibt den Arbeitstakt vor: Für Sonntag, 1. Mai, ist die Eröffnung geplant. "Von Anfang an überzeugt, eine gute Wahl getroffen zu haben, bin ich mir sicher, wir schaffen das", so die 39-Jährige optimistisch.

Läuft der Zeitplan nicht aus dem Ruder, ist dann aus dem ehemaligen Schankraum ein stilvolles Café entstanden, das neben der Möglichkeit eines genussvollen Aufenthaltes Raum für kreative Veranstaltungen bietet. Und dort, wo einst Wiehern zu vernehmen war, werden Nähmaschinen rattern und Pinsel geschwungen. "Im Vorfeld gab es auch den Gedanken, mich in Richtung Luisenviertel zu orientieren. Solange, bis ich auf das geschichtsträchtige 'Bügeleisen' gestoßen bin und den Ostersbaum unter die Lupe genommen, den Aufwind im Quartier gespürt habe. Ich weiß, hier bin ich richtig", so Nadine Sommerauer.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)