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Wuppertal: Quartiersprojekt Tuhuus in Langerfeld wird verlängert

Bis 30. Juni 2022 : Quartiersprojekt „Tuhuus in Langerfeld“ wird verlängert

Das Quartiersprojekt „Tuhuus“ in Wuppertal-Langerfeld wird verlängert. Die Stiftung Wohlfahrtspflege hat auf Antrag des Trägerverbundes einer Verlängerung bis 30. Juni 2022 zugestimmt. Allerdings werden in dem ersten Halbjahr 2022 an Stiftungsmitteln nur bislang nicht verausgabte Gelder aus den vergangenen Jahren zur Verfügung stehen.

Nach fast drei Jahren Projektlaufzeit ist bereits viel zur Zielsetzung des Quartiersprojektes „Tuhuus in Langerfeld – Gut und lange leben im Quartier“ passiert: Unter Beteiligung der Langerfelder sind Ideen aus der Bürgerschaft umgesetzt worden, wie zum Beispiel das Langerfelder Dorfblatt, der offene Bücherschrank für Langerfeld, regelmäßige barrierearme Stadtteilspaziergänge und vieles mehr.

Es konnten nahräumige, dezentrale Beratungsangebote aufgebaut werden („Kurze Wege“), ein „Runder Tisch Senioren – Aktionsbündnis Langerfeld“ aus Akteuren der Altenarbeit in Langerfeld wurde gegründet; das Angebot „Auf Rädern zum Essen“ bringt ältere Menschen im Quartiersbus zum Mittagstisch; und nicht zuletzt ist das „Themenjahr Demenzfreundlichkeit“ mit vielfältigen Angeboten ist gestartet.

Doch die Covid-19-Pandemie machte auch viele Anpassungen nötig. Aktivitäten, die ursprünglich gar nicht geplant waren, wie das Fahrangebot zum Impfzentrum am Freudenberg, konnten stattfinden. Andere Aktivitäten jedoch, die im Jahr 2020 geplant waren, konnten gar nicht oder erst verspätet in 2021 umgesetzt werden. Daher freut sich der Trägerverbund aus Arbeiter-Samariter-Bund RV Bergisch Land, Diakonischer Altenhilfe Wuppertal und Evangelischer Kirchengemeinde Langerfeld, dass das Quartiersprojekt „Tuhuus in Langerfeld – Gut und lange leben im Quartier“ bis zum 30. Juni 2022 verlängert wird.

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Die Stiftung Wohlfahrtspflege hat auf Antrag des Trägerverbundes einer Verlängerung zugestimmt. Allerdings werden in dem ersten Halbjahr 2022 an Stiftungsmitteln nur bislang nicht verausgabte Gelder aus den vergangenen Jahren zur Verfügung stehen. „Das reiche soeben für die Sachkosten“, so die einhellige Meinung der drei Trägerpartnerinnen Anne Paweldyk (Geschäftsführerin des ASB Bergisch Land), Christine Vieweg (Geschäftsführerin der Diakonischen Altenhilfe Wuppertal) und Dr. Heike Ernsting (Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Langerfeld).

Daher werden die Personalkosten für die beiden Quartiersentwicklerinnen Andrea Knoll und Anke Kirchmann-Bestgen komplett von den Trägern übernommen werden. Ab Januar 2022 sind beide Mitarbeiterinnen mit jeweils einer halben Stelle vor Ort im Büro an der Odoakerstraße im Einsatz. Die Verlängerung soll genutzt werden, um Aktivitäten fortsetzen zu können: Das im Juni 2021 gestartete „Themenjahr Demenzfreundlichkeit“, der Ausbau von Fahrten mit dem Quartiersbus, die Weiterentwicklung des „Rundes Tisches Senioren – Aktionsbündnis Langerfeld“, die Durchführung von Beratungsangeboten im Tuhuus.

Als ein neues Thema sollen Impulse zum barrierearmen Wohnraum ins Quartier gebracht werden. Auch das Zusatz-Projekt „DIGITAL aktiv – wir sind ONLINE!“ mit Schulungsangeboten zu Smartphone, Laptop und Tablet für Senioren ist gerade erst an den Start gegangen. Der Trägerverbund möchte auch Möglichkeiten prüfen, wie das Quartiersbüro „Tuhuus“ als Anlaufstelle dauerhaft erhalten bleiben kann. In den vergangenen Jahren - auch in 2020 unter den besonderen pandemiebedingten Umständen - ist deutlich geworden, dass die Anlaufstelle am Langerfelder Markt angenommen wird. Menschen aus Langerfeld nutzen die Beratungsangebote, engagieren sich für ihren Stadtteil – das „Tuhuus“ begleitet viele große und kleine Projekte im Quartier.

Durch die Verlängerung werden sich einige Teil-Projekte noch entwickeln oder verstetigen. Eine nachhaltige Lösung für die Zeit nach dem 30. Juni 2022 ist aus Sicht des Trägerverbundes erstrebenswert. Diese Lösung ist allerdings noch nicht gefunden.

Hintergrund

Das von der Stiftung Wohlfahrtspflege geförderte Quartiersprojekt „Tuhuus in Langerfeld – Gut und lange leben im Quartier“, in Trägerschaft von Arbeiter-Samariter-Bund RV Bergisch Land e.V, Diakonische Altenhilfe Wuppertal und Evangelischer Kirchengemeinde Langerfeld, betreibt ein Quartiersbüro im Herzen Langerfelds. Das Ziel der Arbeit der beiden Quartiersentwicklerinnen, Andrea Knoll und Anke Kirchmann-Bestgen, ist die Steigerung der Lebensqualität aller Menschen im Quartier Langerfeld-Mitte und Ehrenberg. Insbesondere die älteren Menschen stehen im Blickpunkt des Projektes. „Tuhuus“ möchte Menschen im Quartier vernetzen und dadurch die Nachbarschaft stärken. Für weitergehende Informationen können sich Interessierte an die Quartiersentwicklerinnen Andrea Knoll und Anke Kirchmann-Bestgen unter 0202 – 254 850 58 oder info@tuhuuslangerfeld.de wenden. Unter www.tuhuus-langerfeld/aktuelles finden Sie ebenfalls weitere Informationen.