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GEW Wuppertal: Lehrkräfte sehen sich im „Hamsterrad“

Neues Leitungsteam und Kritik an Arbeitsbedingungen : GEW Wuppertal: Lehrkräfte sehen sich im „Hamsterrad“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Wuppertal hat ein neues Leitungsteam. Einstimmig gewählt wurden Martina Haesen-Maluck (Grundschullehrerin und Personalratsvorsitzende), Richard Voß (Grundschulleiter) und Ulrich Jacobs (Lehrer am Gymnasium) auf der Jahreshauptversammlung gewählt. Tino Orlishausen trat aus persönlichen Gründen nicht mehr an.

Im „Forum Langerfeld“ an der Gesamtschule gab es einen regen Austausch unter der Überschrift „Die GEW, die Bildungseinrichtungen und die Folgen der Pandemie“.

„Schnell wurde klar, dass die Kolleginnen und Kollegen vor allem in den Schulen kaum noch aus dem ,Hamsterrad‘ der Überlastung Auswege finden, um sich gegen die ständige Überforderung zu wehren. Schlechte Arbeitsbedingungen gab es schon vor der Corona-Zeit, doch die jetzigen Anforderungen toppen das“, so die GEW.

Die Versammlung sah vor allem „dringenden Handlungsbedarf wegen der unglaublichen Schulraumnot in Wuppertal, die der Schulträger auch nicht ansatzweise in den Griff bekommt“. Scharf kritisiert wurde „die katastrophale Umsetzung der Digitalisierung durch das Medienzentrum“. Für Empörung sorgten auch „die nicht hinnehmbaren Zustände, mit denen die Inklusion durch Lehrkräftemangel und schlechte Rahmenbedingungen quasi vor die Wand gefahren wird“.

Den „hausgemachten Lehrkräftemangel in Grund- und Förderschule und in der Sekundarstufe I“ will die GEW vor der kommenden Landtagswahl zum Thema machen: „Hier ist trotz Versprechen nichts geschehen, um eine der Hauptursachen zu beseitigen, nämlich alle Lehrkräfte gleich zu bezahlen, egal ob sie große oder kleine Kinder unterrichten.“