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Bergische Uni: Projekt zu Integration in die Freiwillige Feuerwehr

Bergische Uni Wuppertal : Projekt: Integration in die Freiwillige Feuerwehr

Wie können Ältere und Menschen mit Behinderung in die Freiwillige Feuerwehr integriert werden, um die Feuerwehr effektiv und nachhaltig zu unterstützen? Mit dieser Fragestellung setzt sich das von der Unfallkasse NRW geförderte Forschungsprojekt ActIFF „Alt und Aktiv – Jung und Inklusiv in der Freiwilligen Feuerwehr“ auseinander. Mit dabei ist auch die Bergische Uni Wuppertal.

Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines kompetenzsensiblen Vorgehenskonzeptes, um die Partizipation Älterer und Menschen mit Behinderungen in die so genannte Unterstützungsabteilung der Freiwilligen Feuerwehren praktisch zu ermöglichen. Nun startete der zweite Teil des Projektes ActIFF an der Bergischen Uni. Angesiedelt ist es lehrstuhlübergreifend im Fachgebiet Methoden der Sicherheitstechnik/Unfall-forschung (Prof. Dr.-Ing. Uli Barth) und im Fachgebiet Produktsicherheit und Qualität (PD Dr.-Ing. habil. Nadine Schlüter).

Das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz in NRW (BHKG) ermöglicht Freiwilligen Feuerwehren, Personen aufzunehmen, die nicht in der Einsatzabteilung tätig werden. „Dieser Personenkreis kann Ältere und Menschen mit Behinderung umfassen, die in Deutschland – angesichts des demografischen Wandels und eines grundsätzlichen Fachkräftemangels – eine wichtige Personal- und Wissensressource in der Freiwilligen Feuerwehr bilden können und sollen“, erklärt die federführende Projektmitarbeiterin Marie-Claire Ockfen. Allerdings werde seit dem Inkrafttreten des BHKG am 1. Januar 2016 ein einheitlicher Ansatz zur praktikablen Umsetzung der gesetzlich eingeräumten Möglichkeit gesucht.

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In dem 2020 erfolgreich abgeschlossenen ersten Teil des ActIFF-Projektes (ActIFF Teil I) erarbeitete das Projektteam, angelehnt an die verschiedenen Funktionen in Einsatzabteilungen, die notwendigen Soll-Kompetenzen und Tätigkeiten für verschiedene Rollen in Unterstützungsabteilungen in Form einer Prozess- und Kompetenzlandkarte.

Auf Basis dieser Ergebnisse können im zweiten Teil des Projektes (ActIFF Teil ll) die Ist-Kompetenzen Älterer und Menschen mit Behinderung und somit potenzieller „ActIFF“-Feuerwehrmitglieder erhoben und den Soll-Kompetenzen der oben genannten Kompetenzlandkarte aus „ActIFF Teil I“ gegenübergestellt werden. „Aus den dadurch gewonnen Erkenntnissen werden in Workshops gemeinsam mit den Stakeholdern geeignete Methoden zur Kompetenzentwicklung sowie deren Implementierung in die Freiwillige Feuerwehr eruiert”, so Ockfen.

Nach der Bewertung der Methoden hinsichtlich ihrer Wirkung und Anwendbarkeit soll mit Ende des Projektes zum 31. Dezember 2022 ein Handlungsleitfaden erstellt und den Feuerwehren bundesweit zugänglich gemacht werden.