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Heckinghauser Straße in Wuppertal soll eine Lebensader werden

Zukunftsplanung : Vision ist eine Lebensader

Wie geht es weiter mit der Heckinghauser Straße? Bereits seit mehr als zehn Jahren steht ein Umbau im Raum – jetzt hat die Bezirksvertretung Heckinghausen einstimmig eine Resolution verabschiedet, die den OB und die Verwaltung auffordert, die Umgestaltung umzusetzen und einen lebenswerten und sicheren Raum zu schaffen.

Heckinghauen. Die Bürgerinitiative „Miteinander Füreinander Heckinghausen“ möchte dafür sorgen, dass die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner bei den anstehenden Entscheidungen der Politik berücksichtigt werden. Was möchten die Menschen in Heckinghausen sehen, wenn sie vor ihre Haustür gehen, was wünschen sie sich für ihren Stadtteil, wie möchten sie zukünftig dort leben?

Um diese Fragen zu diskutieren und Meinungen auszutauschen, lädt die Initiative alle Interessierten zu einer Video-Konferenz ein, die am Mittwoch (26. Mai) von 18 bis 20 Uhr stattfindet. Wer teilnehmen möchte, kann eine E-Mail an mitfuerheck@gmail.com senden, die Einwahldaten werden dann zugemailt.

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„Miteinander Füreinander Heckinghausen“ setzt sich für eine konsequente Umsetzung des Umbaus der Heckinghauser Straße ein. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt, sagt Günter Wahle (Mitgründer der Initiative): „Der Fokus der Politik liegt aktuell auf Heckinghausen. Es ist Bewegung im Stadtteil. Diesen Schwung des Wandels möchten wir nutzen und die Umgestaltung der Heckinghauser Straße jetzt konkret angehen.“

Einen Vorschlag hat die Bürgerinitiative selbst erarbeitet und stellt ihn nun zur Diskussion. Mit einem Info-Flyer wendet sie sich an die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Verantwortlichen der Stadt. In einer Fotomontage hat die Initiative mit dem Architekten Marcello Groß, der schon den Gaskessel umgebaut hat, ihre Ideen visualisiert. Dabei gibt es nur noch zwei Autospuren, dafür einen Premium-Radweg und viel Platz für Fußgänger und das tägliche Leben. „Fußgänger und Radfahrer teilen sich die Sonnenseite der Straße. Bäume und kleine Ruhezonen laden zum Flanieren ein, Bänke und Cafés zum gemütlichen Gespräch. Ein gleichberechtigter Verkehrsraum entsteht für alle Verkehrsteilnehmer“, und diese neue Lebensader sei machbar und finanzierbar, ist die Bürgerinitiative sicher.

Die Umgestaltung ist Teil eines Entwicklungskonzeptes für den gesamten Stadtteil, das die Bürgerinitiative in den nächsten Jahren vorantreiben möchte. Heckinghausen soll lebenswerter und nachhaltiger werden, langfristig soll die „Neue Mitte Heckinghausen“ entstehen.

In diesem Konzept habe die Heckinghauser Straße eine wegweisende Bedeutung. Eine vierspurige Autostraße, die den Stadtteil durchtrenne, könne nicht Teil eines lebenswerten Quartiers sein, sagt Manfred Meyers (Mitgründer der Initiative): „Die Heckinghauser Straße ist das Eingangstor zum Stadtteil. Möchten wir Menschen einladen, in Heckinghausen zu verweilen, oder sollen sie möglichst schnell wieder hinausfahren?“ Das Konzept, den öffentlichen Raum lebenswert zu gestalten, funktioniere bereits in vielen anderen Städten. „Fußgänger- und fahrradfreundliche Straßen schaffen gelebte Nachbarschaften. Wege zu wichtigen Orten werden kurz: zur Schule, zur Kita, zum Einkaufen, in den Park und zur Arbeit. Möglichst viele Alltagswege können zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Entlang dieser Straßen gibt es ein neues Zusammenleben. Automatisch entstehen kleine Läden, Büros, Arbeitsplätze und Orte zur Erholung“, heißt es.

Bereits 2009 hat die Bezirksvertretung den Umbau der Straße beschlossen, schon damals war die Rede vom Rückbau auf zwei Fahrspuren, eine Begrünung und Erhöhung der Aufenthaltsqualität. Auch die Einrichtung von Radfahrwegen sollte geprüft werden. „Doch anschließend ist nicht viel passiert“, so die Bürgerinitiative.