WSV: Von guten Feen und Kaffeesatz

Fußball-Regionalliga : WSV: Von guten Feen und Kaffeesatz

Nach dem Pokalsieg in Homberg will der WSV auch erfolgreich in die Fußball-Regionalliga starten — am Samstag (16. Februar 2019) ab 14 Uhr beim SV Straelen.

Der Fußballgott meinte es gut mit den in den vergangenen Wochen arg durchgeschüttelten Rot-Blauen. Nun war es zwar nicht so, dass der 1:0-Sieg im Viertelfinale des Niederrheinpokals beim VfB Homberg glücklich war. "Wir hatten in dem Kampfspiel die klareren Chancen und stehen verdient im Halbfinale", befand Fußballvorstand Manuel Bölstler, der sich hinterher bei den mehreren hundert mitgereisten Fans für die "super Unterstützung" bedankte.

Dass aber kurz danach als Gegner für die Vorschlussrunde Anfang April der Oberligist 1. FC Monheim aus dem Topf auftauchte (und nicht Regionalligist RW Essen oder Drittligist KFC Uerdingen, die sich in der anderen Partie gegenüber stehen), war zumindest nicht unglücklich. Zwar hätte ein Halbfinale gegen RWE oder Krefeld für ordentlichen Besuch gesorgt. Da im Pokal die Einnahmen aber geteilt werden, wäre nicht so viel übrig geblieben. Und die Chance auf den Finaleinzug geringer.

Wobei Bölstler warnend den Finger hebt: "Wir müssen unsere Aufgabe erledigen. Wir haben in der Vorbereitung beim ASC 09 Dortmund und jetzt in Homberg gesehen, was auf uns zukommt. Alles andere ist Kaffeesatzleserei." Drückt der 35-Jährige nun Uerdingen die Daumen? Schließlich wäre auch der Finalteilnehmer bereits für den DFB-Pokal qualifiziert, wenn der KFC das Endspiel erreicht und zugleich in der 3. Liga mindestens Vierter wird. "Nein. Wir schauen nur auf uns selbst", legt er sich fest.

Zuvor hat der WSV (Tabellensechster, 30 Punkte) noch einige Regionalliga-Spiele zu absolvieren, in denen die notwendigen Erfolge für den Klassenerhalt eingefahren werden sollen — die ersten Zähler am Samstag beim SV Straelen (Neunter mit 29 Punkten). Bölstler: "Das ist kein typischer Aufsteiger. Sie haben sich gut verstärkt, zuletzt mit Kai Schwerdtfeger (ehemaliger WSVer, Anm. der Red.)." Weitere alte Bekannte im SVS-Kader sind Björn Kluft und Kevin Weggen — sowie Shun Terada, den der WSV erst nach Vohwinkel auslieh und im Sommer 2018 an Straelen abgab.

Dort hat der 25 Jahre alte Japaner bereits zehn Tore erzielt. "Ich freue mich für ihn, dass er seinen Weg macht", so Bölstler, der auf Christopher Kramer und Kamil Bednarski setzte. Nach Rundschau-Informationen hatte der WSV nicht an Teradas Qualitäten gezweifelt, sondern vielmehr Probleme mit dessen Manager.

Ob Trainer Adrian Alipour am Niederrhein auf Spieler zurückgreifen kann, die im Homberg fehlten, ist noch offen: Daniel Hägler und Yusa Alabas fallen definitiv aus. Bei Daniel Grebe, Peter Schmetz und Philipp Kenan Dünnwald stehen die Chancen schon etwas besser. Das Hinspiel gewann der WSV vor 2.435 Zuschauern mit 4:1 (Tore: Kramer 2, Manno und Topal).

Es war eine der besten Saisonleistungen.

Mehr von Wuppertaler Rundschau