Der Pokaltraum des WSV lebt

Fußball-Niederrheinpokal: 1:0 (1:0) beim VfB Homberg : Der Pokaltraum des WSV lebt

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Halbfinale des Niederrheinpokals erreicht. Die neu formierte Mannschaft von Trainer Adrian Alipour setzte sich am Sonntagnachmittag (10. Februar 2019) beim Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg mit 1:0 (1:0) durch.

Gegner in der Vorschlussrunde ist der Oberligist 1. FC Monheim.

Mit Linksverteidiger Mario Andric und Stürmer Viktor Maier setzte der WSV-Coach zwei der vier Neuzugänge ein. Verzichten musste er auf Daniel Hägler, Daniel Grebe, Peter Schmetz und Philipp Dünnwald.

Der WSV blieb obenauf. Foto: Dirk Freund

Die Partie begann ausgeglichen - eher mit Vorteilen auf Seiten des Gastgebers. In Führung ging aber der Favorit in der 17. Minute: Kevin Hagemann kam nach der Ecke erneut an den Ball und zog im Strafraum ab. Der erste Versuch wurde noch abgeblockt, der zweite flog unter die Latte, kam vor der Linie auf und prallte dann von Keeper Philipp Gutkowskis Rücken ins Tor.

Durch den Treffer drehten sich die Kräfteverhältnisse. Der Regionalligist bekam die Partie nun in den Griff und hätte in der 37. Minute das 2:0 machen können. Nach einem Konter mit Enes Topal scheiterte Hagemann aber am Homberger Schlussmann. Homberg versuchte es weiterhin, war aber nicht zielstrebig genug.

Beide Teams kamen unverändert aus den Kabinen. Das Bild änderte sich kaum. Der Oberligist versuchte es, aber der WSV stand recht sicher. In der 56. Minute scheiterte Maier nur knapp an Gutkowski, der dessen Schuss gerade noch über die Latte lenkte. Kurz danach vergab Sascha Schünemann eine weitere Möglichkeit.

Nach knapp einer Stunde wechselte Alipour Meik Kühnel für Maier ein (58.). Gaetano Mannos Schuss nach einer Kühnel-Hereingabe zischte nur knapp am Pfosten vorbei (65.). Der WSV brachte Dennis Malura für Topal. Der Routinier agierte fortan als Stürmer. Der Eigentlich-Verteidiger hätte per Kopf das 2:0 erzielen können (80.).

Der VfB startete eine Schlussoffensive. Manno vergab freistehend (88.), Semir Saric kam für Hagemann (90.). Der WSV brachte den Sieg über die Zeit - und darf weiter träumen.

Nach dem Anpfiff hatte der WSV Losglück: Im Halbfinale muss der Regionalligist am 2. oder 3. April beim Oberligisten 1. FC Monheim antreten. In der anderen Partie stehen sich RW Essen und der KFC Uerdingen gegenüber.

Adrian Alipour (Trainer WSV): "Das Weiterkommen war natürlich extrem wichtig für den Verein - auch aus wirtschaftlicher Sicht. Ein Heimspiel wäre natürlich schön gewesen, aber wir nehmen es, wie es kommt. Das war heute viel Kampf. Wir haben aber eigentlich keine echte Chance der Homberger zugelassen und hatten selber noch die ein oder andere Gelegenheit den Sack vorzeitig zuzumachen. Aber am Ende des Tages steht und zählt das Weiterkommen. Malura macht im Training im Training die unfassbarsten Tore und deswegen haben wir ihn in den Schlussminuten gebracht. Auch um vorne Lufthoheit zu gewinnen. Und er hatte dann auch seine Chance."

Manuel Böstler (Fußballvorstand WSV): "Mir war nicht wichtig, auf wen wir im Halbfinale treffen. Monheim mag auf dem Papier der leichteste Gegner sein. Doch man hat ja heute gesehen, wie eng solche Spiele sind. Insofern wäre mir jeder recht gewesen."

Am kommenden Samstag (16. Februar) setzt der WSV die Regionalliga-Saison fort - ab 14 Uhr beim SV Straelen.

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