Fußball-Regionalliga WSV-Trainer soll möglichst in einer Woche feststehen

Wuppertal · Bei der Suche nach dem neuen Chefcoach geht Gaetano Manno ziemlich akribisch vor. Der Sportliche Leiter des Fußball-Regionalligisten WSV lädt die Kandidaten ein, unterhält sich lange mit ihnen und zeigt ihnen auch das Stadion am Zoo. Am Freitag (31. Mai 2024) war ein weiterer vor Ort, während in den Kabinen das von der UEFA vorgeschriebene und angelieferte Mobiliar für das EM-Basecamp der slowenischen Nationalmannschaft montiert wurde.

 Gaetano Manno, der Sportliche Leiter des WSV, organisiert den Umbruch der Mannschaft.

Gaetano Manno, der Sportliche Leiter des WSV, organisiert den Umbruch der Mannschaft.

Foto: Dirk Freund

„Ja, das stimmt“, bestätigt der 41-Jährige auf Rundschau-Nachfrage, will sich aber noch nicht in die Karten schauen lassen. Momentan läuft noch das „Halbfinale“, am Dienstag soll der Kreis dann auf zwei Bewerber beschränkt werden, Ende kommender Woche der neue WSV-Chefcoach dann möglichst feststehen.

„Es bleibt dabei, dass wir uns die notwendige Zeit nehmen, denn diese Entscheidung ist sehr, sehr wichtig“, weiß Manno. In der Tat: Wegen des erheblichen personellen Umbruchs muss ein Chefcoach gefunden werden, der die richtige Mischung aus den verliebenen Routiniers wie Niklas Dams, Kevin Hagemann, Marco Terrazzino, Semir Saric und Krystian Wozniak sowie den zahlreichen jungen Neuzugängen finden und erfolgreich führen kann.

17 Akteure umfasst der Kader momentan. Kommen sollen noch ein junger Stürmer als Pendant zum erst einmal fest gesetzten Pedro Cejas, ein klassischer Zehner, zwei Spieler für die Außenbahnen sowie ein zweiter Torwart. Kapitän Lion Schweers hat zwar angekündigt, eine neue Herausforderung zu suchen, ein entsprechendes Angebot ist beim WSV allerdings noch nicht eingegangen. Allerdings hat der Kapitän noch viel Zeit, die Transferperiode ist noch lang. Sollte er die Rot-Blauen verlassen, soll ein neuer Innenverteidiger kommen.

Immer klarer zeichnet sich das neue Saisonziel ab. Es ist ob der erheblichen finanziellen Einschränkungen nicht der Aufstieg. Als Favorit gilt momentan der Drittliga-Absteiger MSV Duisburg, der dem Vernehmen nach mindestens den dreifachen Etat zur Verfügung und unter anderem Dietmar Hirsch vom 1. FC Bocholt als Trainer verpflichtet hat.

Manno sagt: „Ich bin sicher, dass wir eine schlagkräftige Truppe haben werden, die einige Teams in der Liga ärgern kann.“ Und die unter neuen Voraussetzungen unter einem neuen Chefcoach aufgebaut werden soll, der am 23. Juni die erste Übungseinheit leitet.