WSV-Sportdirektor Hutwelker: „Wir sind heiß“

Fußball-Niederrheinpokal : WSV-Sportdirektor Hutwelker: „Wir sind heiß“

Es war auch für Karsten Hutwelker ein langer Abend. Bis zum Ende nach Mitternacht verfolgte der neue Sportdirektor des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV die Jahreshauptversammlung. Geht es nach dem 47-Jährigen, wird der nächste Pflichttermin eine kürzere Angelegenheit – das Halbfinale am Mittwochabend (10. April 2019) im Niederrheinpokal gegen den Oberligisten 1. FC Monheim.

„Natürlich sind wir als klassenhöherer Verein der Favorit. Aber wir werden die Aufgabe ganz sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen“, kündigt der 47-Jährige an. Den Gegner hat der WSV eingehend analysiert. „Wir wissen, wie Monheim spielt. Die Offensive ist stark, die Defensive nicht ganz so.“ Was das Torverhältnis von 49:42 belegt.

Dennoch: „Ich denke, dass es Monheim aus einer kompakten Abwehr heraus mit einem Umschaltspiel über die schnellen Außen versuchen wird. Für die Monheimer Spieler ist es eine Riesenmöglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Sie werden heiß sein – aber das sind wir auch. Ich erwarte, dass wir mit derselben Einstellung, Bereitschaft und Leidenschaft zur Sache gehen wie in Oberhausen.“ Um sich akribisch vorbereiten zu können, dürften die WSV-Akteure die Jahreshauptversammlung vorzeitig verlassen.

Fraglich ist noch, ob Gino Windmüller mitwirken kann. Er hat eine Reizung im Knie und sucht deshalb am Dienstag noch einmal einen Arzt auf. „Vielleicht hat es sich ja über Nacht gebessert“, hofft Hutwelker. Dennis Malura fällt wegen seiner Ellenbogen-Verletzung weiter aus. Dagegen könnte Sascha Schünemann wieder mit dabei sein, der nach seinem Handbruch eine Manschette bekommen soll. Anstoß ist um 19.30 Uhr.

Dass das Heimrecht aus organisatorischen Gründen getauscht wurde, „ist sicher kein Nachteil für uns. Wir fühlen uns im Stadion am Zoo wohl“, sagt Hutwelker. Zu Beginn der Woche hatte der Fußballverband beim WSV nachgefragt, ob er die Bewerbung um die Ausrichtung des Pokalfinales am 26. Mai aufrechterhält.

Gegner wäre der Drittligist KFC Uerdingen, der seine Heimspiele in Duisburg austrägt – die Anmietung der MSV-Arena wäre mit Zusatzkosten verbunden. „Ich denke, der Verband ist sich dessen bewusst. Wenn wir gewinnen, würden Donnerstag die Planungen anlaufen“, blickt der WSV-Sportdirektor voraus. „Aber erst einmal müssen wir gewinnen.“

In einer ausführlichen Stellungnahme hat der Südwest-Regionalligist TSV Steinbach die Verpflichtung des ehemaligen WSV-Trainers Adrian Alipour verteidigt. WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker kommentiert die Darstellung kurz und knapp. „Wir alle wissen, wie es gelaufen ist. Mehr gibt es da absolut nicht zu sagen. Den Rest klären die Anwälte“, so Hutwelker gegenüber der Wuppertaler Rundschau.

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