Stadion am Zoo Neue Plätze für Fußball-Fans im Rollstuhl

Wuppertal · Im Wuppertaler Stadion am Zoo haben Rollstuhlfahrer künftig bessere Plätze. Möglich wurde es, nachdem die ersten Sitzreihen im unteren Bereich des Außenblocks "R" entfernt und durch ein Podest ersetzt wurden.

 Blick auf die Haupttribüne.

Blick auf die Haupttribüne.

Foto: Dirk Freund

Dort finden sechs bis sieben Rollstuhlfahrer mit ihren Betreuern Platz. Ein Zaun schützt sie.

"In der Vergangenheit gab es keine behindertengerechten und barrierefrei erreichbaren Plätze auf der Tribüne im Stadion. Rollstuhlfahrer standen bisher auf dem Niveau des Platzes im Randbereich vor dem Spielfeldzaun, ungeschützt vor tieffliegenden Bällen. Oder sie standen im Mittelgang zwischen den unteren und den oberen Sitzplatzblöcken — und damit mitten im Rettungsweg", so die Verwaltung.

Weil der Deutsche Fußballbund vorschreibt, dass es barrierefreie Tribünenplätze geben muss, übernahm das Gebäudemanagement (GMW) in Zusammenarbeit mit dem Sportamt, dem Behindertenbeirat und dem WSV die Aufgabe, behindertengerechte Tribünenplätze zu schaffen. Der Zugang zum Tribünen-Podest wird möglich über eine Rampe. Sie ist durch das Marathontor nahe der Behindertenparkplätze und in nächstmöglicher Entfernung zu einer Behinderten-Toilette zu erreichen.

Das Podest mit Rampe kostete 33.000 Euro und wurde aus der Sportpauschale durch das Sportamt finanziert.