Hallenhockey-Regionalliga ETG mit Befreiungsschlag

Wuppertal · Der Halleyhockey-Regionalligist ETG Wuppertal hat mit einem 10:6-Sieg gegen den HTC Uhlenhorst Mülheim wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt geholt.

 Der Jubel nach dem Sieg in der Halle Hesselnberg.

Der Jubel nach dem Sieg in der Halle Hesselnberg.

Foto: ETG

Das junge Team, in dem nur Max Winterberg und Daniel Hecker alle neun Spielzeiten in der dritthöchsten deutschen Klasse mitgemacht haben, geriet in der Sporthalle Hesselnberg mit 0:1 in Rückstand. Winterberg glich aus, ehe der polnische U21-Nationalspieler Filip Podzorski die ETG in Führung brachte. Bis zum 3:3 blieb es eng. Doch dann sorgte Podzorski mit einem Doppelschlag kurz vor der Halbzeit für das 5:3.

In der Kabine erinnerte Kapitän Lennart Kern an das Hinspiel, als die ETG ebenfalls mit mit zwei Toren Vorsprung vorn lag, aber noch mit 5:6 verlor. Doch diesmal traf Youngster Fynn Schmitz zum 6:3. Auch wenn die Gäste noch einmal auf 5:6 herankamen, spielten die Wuppertaler, angefeuert vom heimischen Publikum und Hallensprecher, deutlich reifer als zu Beginn der Saison. Mit Kontertoren durch die jeweils aufgerückten Verteidiger Jason Lasogga und Kern wurde der Drei-Tore-Vorsprung wieder hergestellt. In der hektischen Schlussphase nutzte Kern eine Überzahl für einen weiteren Treffer. Nach dem Anschlusstor zum 6:8 in der 55. Spielminute setzten die Ruhrstädter alles auf eine Karte und ersetzten den Torwart durch einen weiteren Feldspieler. Dieser Effekt verpuffte: Winterberg sorgte in der 59 Minute für den Treffer zum 9:6 und die Stimmung in der Halle, auf dem Feld und an der Bank kochte über. Den Schlusspunkt setzte der herausragende Podzorski.

"Wir haben immer an uns geglaubt und es ist schön zu sehen, dass sich harte Arbeit irgendwann auszahlt. Dieses Team entwickelt sich, das habe ich in der letzten Woche schon gesagt und wiederhole mich gern. Dieses Erfolgserlebnis wird uns und dem ganzen Umfeld nun nochmals einen Schub geben für die letzten drei Spiele der Saison. Wir haben nun den Abstiegsplatz zum richtigen Zeitpunkt verlassen und haben nicht vor ihn wieder zu besetzen. Das war ganz großer Teamspirit heute!", so Kapitän Kern nach dem Spiel.

In der kommenden Woche geht es für die ETG zum Starensemble aus Köln, das man nie so richtig einschätzen kann.