Fußball-Oberliga: Wuppertaler SV: Manno macht den Unterschied

Fußball-Oberliga: Wuppertaler SV : Manno macht den Unterschied

"Was Gaetano Manno da heute abgerissen hat - Wahnsinn!" Zu dieser Bewertung kam Dirk Tönnies, Cheftrainer der SpVg Schonnebeck, nach dem 1:1 (0:0) gegen den Wuppertaler SV. Wenige Minuten zuvor hatte Manno in der 88. Spielminute zum Ausgleich getroffen.

Vor 1.050 Zuschauern rettete der 33-Jährige dem WSV so am Essener Uhlenkrug einen Punkt.

Nach einer torlosen ersten Hälfte, die zwar keine Treffer, aber sonst viel zu bieten hatte, ließ der WSV spielerisch nach. In der 63. Minute brachte Berkay Öz die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient in Führung. Auch in der Folge deutete wenig daraufhin, dass der WSV noch einmal kontern würde. Trainer Stefan Vollmerhausen zog schließlich alle Register und stellte in der letzten halben Stunde auf eine Dreierkette um.

Manno wurde in dieser Phase zur Schlüsselfigur. Der Italiener war überall auf dem Platz zu finden und holte immer wieder die Bälle aus der eigenen Hälfte. Ihm war anzumerken, dass er alles versuchte, um die Partie noch umzubiegen. "In den letzten Minuten war es ein Spiel zwischen Manno gegen ganz Schonnebeck. Ein großes Kompliment. Sowas habe ich in der Liga noch nicht gesehen", setzte Tönnies seine Lobeshymne während der abschließenden Pressekonferenz fort.

In der 88. Minute bekommt der WSV einen Freistoß zugesprochen. 45 Meter vor dem Tor passt Manno zu einem Mitspieler und bekommt den Ball postwendend zurück. Er geht fünf bis zehn Meter mit dem Spielgerät am Fuß und zieht dann frech aus gut 30 Metern ab. Schonnebecks Torwart Andre Bley sieht den Ball zu spät - schon zappelt er im linken Eck! Der Treffer war zugleich sein fünftes Saisontor. "Es kommt nicht von ungefähr, dass er das Tor macht. So ein Spieler ist eine Ausnahmeerscheinung. Glückwunsch an den WSV für so einen Spieler", so Tönnies.

Als er sein Loblied abgeschlossen hatte, wurde auch Vollmerhausen auf die Leistung seines Spielmachers angesprochen: "Wir brauchen über Gaetano nicht sprechen. Es gibt ja immer wieder solche Ausnahmekönner. Die sind dann aber oft irgendwelche Diven. So ist Gaetano hingegen überhaupt nicht. Er reißt die Mannschaft immer mit und wir sind froh, dass er bei uns ist. Aber er ist auch froh, bei uns zu spielen. Er hat den unbedingten Willen, etwas zu erreichen. Damit meine ich nicht den Aufstieg, sondern so Dinger wie heute noch umzubiegen."