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Wuppertaler Hockey-Talent in Neuseeland: Erfolgreich am anderen Ende der Welt

Wuppertaler Hockey-Talent in Neuseeland : Erfolgreich am anderen Ende der Welt

Seit einigen Wochen befindet sich der 15-jährige Kieran Schmitz auf einem Schüleraustausch in Neuseeland. Das Wuppertaler Talent stammt aus einer hockeyverrückten Familie: Sein Bruder Fynn spielt seit diesem Jahr bei den Oberliga-Herren der ETG Wuppertal

Fynn war ebenfalls in Neuseeland, "Ich habe dort nicht nur bei der Sprache Fortschritte gemerkt, sondern auch im Hockey", erklärt der große Bruder seinen Aufenthalt am anderen Ende der Welt. "Einmal andere Eindrücke und Trainingsmethoden kennen zu lernen hat mich noch einmal weitergebracht".

Nun tritt der jüngere Bruder in die großen Fußstapfen - und will diese am liebsten bald verlassen. In den kommenden Jahren möchte er auch bei seinem Heimatverein, der ETG Wuppertal, im Herrenbereich aktiv werden. In Auckland spielt Kieran streng genommen in zwei Teams, seinem Schulteam vom Pakuranga College und dem Vereinsteam vom Howick Pakuranga Hockey Club. Damit kommt er auf nahezu tägliche Trainingseinheiten oder Turniere, manches mal sogar noch in der Früh und vor der Schule. In Neuseeland hat der Schulsport, ähnlich wie in den USA, einen extrem hohen Stellenwert. Deshalb war der Wuppertaler stolz, sich mit seinem College-Team für die "Tournament Week" zu qualifizieren.

Insgesamt 16 Teams aus ganz Neuseeland flogen nach Palmerston North, dem Austragungsort des wichtigsten Turnieres des Jahres. Mit dabei auch Trainer Clive Daniels, ehemaliger Nationalspieler Südafrikas, einer weiteren großen Hockeynation auf der Südhalbkugel. Er trainiert nicht nur einige aktuelle neuseeländische Nationalspieler in einem Profiteam, sondern ist auch Trainer des Pakuranga College.

Im Turnierverlauf spielte Schmitz mit seinem Team groß auf, schoss auch das ein oder andere Tor. Der Wuppertaler ist bereits voll akzeptiert und in der Mannschaft integriert. Am Ende stand für das College der erste Tournament-Sieg überhaupt. Kieran: "Mein Bruder wurde nur Zweiter ..."

"An den beiden werden wir noch viel Freude haben", strahlt Jugendleiter Scheuermann-Giskes. "Ich kenne die beiden, seit sie in unserem Hockey-Kindergarten angefangen haben, und freue mich, dass sie sich menschlich und sportlich so toll in unserem familiären Verein entwickelt haben."