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Handball-Zweitligist TVB Wuppertal unterliegt Sachsen Zwickau 24:27

2. Handball-Bundesliga: 24:27 gegen Zwickau : TVB-Trainer Schlechter sieht deutliche Fortschritte

Nach der 24:27 (14:16)-Niederlage gegen den BSV Sachsen Zwickau warten die Zweitliga-Handballerinnen des TVB Wuppertal auch nach dem dritten Saisonspiel weiter auf den ersten Punkt. Allerdings war eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar und ein Remis möglich.

Zunächst überraschte die Mannschaft von TVB-Trainer Dominik Schlechter nicht nur die eigenen Zuschauer in der Halle Buschenburg, sondern auch das gegen die Spitzenmannschaft aus Zwickau. Die Sachsen brauchten nach Beyeröhdes 5:2-Start einige Zeit, um in die Partie zu kommen. Erst in der 18. Minute ließen die Wuppertalerinnen den haushohen Favoriten erstmals mit 8:7 an sich vorbei.

Doch im Gegensatz zum ersten Saisonheimspiel vor 14 Tagen, als die „Handballgirls“ nach ähnlichem Anfangsverlauf in Hektik verfielen, blieben sie diesmal am Gegner dran. Durch Anna Lena Bergmann konnte der TVB im Gegenzug nicht nur ausgleichen, sondern beim 14:13 sogar noch einmal in Führung gehen. Wenn die sonst so sichere Ramona Ruthenbeck nicht noch zweimal vom Punkt aus gescheitert wäre und einige TVB-Würfe besser vorbereitet worden wären, hätten die Fans sich über ein besseres Halbzeitergebnis als den 14:16-Rückstand freuen können.

Im zweiten Durchgang organisierten die Gastgeberinnen ihre Deckung besser als in den ersten 30 Minuten, in denen die Zwickauerinnen ohne Mühe durchgekommen waren. Erst in der 36. kassierten sie das erste Gegentor. Allerdings verpassten Michelle Stefes und ihre Nebenleute, auch selbst den Ball ins Netz zu bringen - auch als Torhüterin Dana Centini beim 18:20 ihr Tor förmlich zugenagelte, ihre Vorderleute vorne ein ums andere Male alleine vor der BSV-Torhüterin auftauchten und scheiterten. Es spricht für jedoch die Wuppertalerinnen, dass die Ostdeutschen auch bei einer Vier-Tore-Führung in der 55. Minute noch um die Punkte bangen musste.

Nach dem Abpfiff sprach Dominik Schlechter zwar von einem gerade in diesem Moment herrschenden Frust, doch sah er auch erneute positive Entwicklungsschritte, die seine Mannschaft zeigte. „Was soll ich meiner Mannschaft nach so einem Spiel vorwerfen?“, fragte der 30-jährige und gestand seinen Spielerinnen die Fehler, die sie gemacht hatten, auch ein. Das machte am Ende vielleicht auch den Unterschied aus, während Zwickau in den letzten Minuten von seiner ganzen Erfahrung profitierte.