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Handball-Zweitligist TVB Wuppertal schlägt Kirchhof 26:25

2. Handball-BL: 26:25 (14:12) gegen Kirchhof : TVB mit lachendem und weinendem Auge

Die Zweitliga-Handballerinnen des TVB Wuppertal haben sich weiter von der Abstiegszone entfernt. Das Team von Trainer Dominik Schlechter gewann am Samstagabend (16. Januar 2021) das Heimspiel gegen die SG 09 Kirchhof mit 26:25 (14:12). Allerdings bangen die Langenfelderinnen um Michelle Stefes.

Die Vize-Kapitänin musste verletzt ausgewechselt werden. Stefes war kurz vor dem Ende beim Wurf von außen unglücklich auf den Fuß der Ex-Beyeröhderin Hannah Kamp getreten, die mit einem letzten Schritt noch versucht hatte, den Winkel zum Tor zu verkleinern. Stefes knickte mit dem Fuß um und lag minutenlang am Boden. Das Schiedsrichter-Gespann zeigte Kamp die rote Karte.

Die Anfangsphase der Partie war von Nervosität auf beiden Seiten geprägt. Nach drei Minuten eröffnete Ramona Ruthenbeck mit ihrem ersten von insgesamt acht Treffern den Torreigen. Linkshänderin Klara Schlegel war zunächst beste Werferin der Hessinnen. Sie düpierte mehrfach die TBV-Defensive, die gegen die großgewachsene Halbrechte zu passiv agierte. Mit zunehmender Spielzeit rissen die Wuppertalerinnen das Spiel mehr und mehr an sich, vor allem die Deckung wurde nun wachsamer. Nach 13 Minuten stand es nach einem Treffer der jungen Insa Weisz 7:5 für den TVB. Die Gäste aus Melsungen blieben jedoch dran und profitierten auch davon, dass die „Handballgirls“ ihre Chancen nicht immer konsequent nutzten. Nicht zuletzt deshalb lag der TVB zur Halbzeit nur mit zwei Toren (14:12) vorn.

Nika Matavš erhöhte nach dem Wechsel zunächst auf 15:12, kurze Zeit später brachte Ruthenbeck den TVB mit 18:15 in Führung. Die Gäste glichen jedoch in der 36. Spielminute durch einen Treffer von Klara Schlegel auf 19:19 aus. Es kam zu einem offenen Schlagabtausch, technisch eher Hausmannskost, aber ungeheuer intensiv geführt. In der 49. Spielminute egalisierte die SG durch einen Treffer der ansonsten eher blassen Diana Sabljak letztmalig zum 22:22. In der „Cruchtime“ der Partie behielten die Beyeröhderinnen die Nerven und brachten den knappen, aber verdienten 26:25-Sieg über die Zeit.

Der anschließende Jubel der Wuppertalerinnen fiel dann eher verhalten aus. Wohlwissend, dass Leistungsträgerin Michelle Stefes wohl für einige Zeit fehlt.