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Handball-Bundesligist Bergischer HC unterliegt Magdeburg 24:27

Handball-Bundesliga: 24:27 (12:13) gegen Magdeburg : BHC verliert und überzeugt

In der Handball-Bundesliga hat der Bergische HC sein letztes Heimspiel 2021 erwartungsgemäß verloren, aber dennoch eine starke Leistung abgeliefert. Im Düsseldorfer PSD Bank Dome unterlag das Team von Chefcoach Sebastian Hinze am Samstagabend (18. Dezember 2021) dem Spitzenreiter SC Magdeburg mit 24:27 (12:13).

Der BHC lag vor 2.964 Zuschauerinnen und Zuschauern zwar in der 12. Minute mit 4:8 zurück, glich aber zum 9:9 aus (18.). Lukas Stutzke sorgte kurz danach für die erstmalige Führung (10:9). Zur Halbzeit war der Außenseiter nur mit 13:14 im Hintertreffen.

Die Ostdeutschen zogen nach dem Wechsel auf 15:18 davon (37.), bauten den Vorsprung auf 18:22 (44.) und 19:25 (51.) aus. Abschütteln ließ sich der BHC aber nicht. Der Lohn war eine knappe 24:27-Niederlage gegen das Überteam der Liga, das nun 30:0 Punkte aufweist, und viel Beifall von den Rängen.

Bennet Wiegert (Trainer SC Magdeburg): „Ein schwierig zu analysierendes Spiel. Ich glaube, dass wir relativ gut aus den Startlöchern kommen und genau die richtige Antwort gegen die geplante Überraschung - den siebten Feldspieler vom BHC - hatten. Das haben sie dann auch schnell wieder über den Haufen geworfen und dann wieder mit sechs Feldspielern agiert. Bis zum 9:5 machen wir gefühlt sehr viel richtig, haben eine gute Balance und Kontrolle im Spiel. Und dann kämpft sich der BHC fantastisch zurück und geht in Führung. Das Beste, was wir dann noch aus der ersten Halbzeit rausholen, ist, dass wir mit einem Tor Führung in die Kabine gehen - das überrascht mich jetzt noch. Beide Mannschaften machen da zu viele Fehler im Umschaltspiel: bei uns allein sieben technische Fehler, viele frei verworfene Bälle und sechs Gegenstoß-Tore in der ersten Halbzeit. Vor allem der Gegenstoß bringt uns einfach um. In der zweiten Hälfte haben wir das dann besser geschafft zu verteidigen. Und dann sieht man, dass beim BHC nach und nach – auch gerade wegen des Verletzungspechs zurzeit – die Kräfte schwinden und sie gefühlt mit einer Formation und nur wenig Reserven durch das Spiel müssen. Wir haben es geschafft, eine gute Deckung zu stellen, eine bessere Intensität in unserem eigenen Angriffsspiel zu bekommen und endlich auch mal zwei Minuten beim Gegner zu ziehen, was wir in der ersten Halbzeit völlig untypisch für unser Spiel nicht hinbekommen haben.  Zum Schluss raus ist das dann relativ sicher von uns gespielt, wenn auch sicherlich nicht überragend.“

  • Szene aus der Uni-Halle.
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  • Sebastian Damm.
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  • Trainer Sebastian Hinze steckt mit seinem
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Sebastian Hinze (Trainer Bergischer HC): „Wir kommen in die erste Halbzeit sicherlich schwer rein. Wir wollten den siebten Feldspieler eigentlich immer dann spielen, wenn Magdeburg es nicht schafft, in den Angriff-Abwehr-Wechsel zu kommen. Wir haben aber dann in der nächsten Phase gut über das Positionsspiel sechs gegen sechs agiert und waren gut im Tempospiel. Ich glaube, dass wir auch zu Beginn der ersten Halbzeit nicht so schlecht decken, da waren es viele Fast-am-Ball-Geschichten. Ich bin froh, dass sich die Jungs dann ins Spiel gekämpft haben und sich ein, zwei Mal mit diesen Bällen belohnt haben und ins Tempospiel gekommen sind. Ich sehe es aber auch so, dass wir das Tempospiel in der ersten Halbzeit noch ausbauen hätten können, gerade gegen Ende –  aber Magdeburg halt auch. Deswegen geht der Halbzeitstand so in Ordnung. In der zweiten Halbzeit tun wir uns irgendwann im Positionsspiel schwer, weil unsere Kräfte ein bisschen nachlassen und wir dann gegen Ende des Spiels technische Fehler machen. Obwohl wir es zu Beginn nicht schlecht machen und dann an Green scheitern. Magdeburg hat es geschafft, gute Lösungen mit Saugstrup zu finden, hatten ein gutes Timing in den eigenen Täuschungen und machen das die letzten 15 Minuten echt stark. Von daher ist es ein bisschen schade, dass wir es nicht schaffen, in der zweiten Hälfte zurückzukommen mit unserem Abwehr-Gegenstoß-Paket. Ein Teil der Wahrheit, warum wir in der zweiten Halbzeit unser Tempospiel nicht auf die Platte kriegen, ist sicherlich auch, dass wir acht Minuten in Unterzahl spielen.“

Es folgen noch die Auswärtspartien beim TBV Lemgo Lippe (23. Dezember) und beim HSV Hamburg (27. Dezember, beide um 19:05 Uhr), ehe die EM-Pause beginnt. Weiter geht es am 9. Februar 2022 gegen Frisch Auf! Göppingen.

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(jak)