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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV spielt in Rödinghausen 1:1 (0:0)

Fußball-Regionalliga: 1:1 (0:0) in Rödinghausen : WSV gibt in Überzahl Sieg aus der Hand

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist mit einem Unentschieden in die Rückrunde gestartet. Durch das 1:1 (0:0) beim SV Rödinghausen verlor das Team um Kapitän Felix Backszat am Samstagnachmittag (11. Dezember 2021) die Tabellenführung. Der Gegentreffer fiel in der Nachspielzeit.

Im Vergleich zum 3:0-Sieg in Wegberg veränderte Trainer Björn Mehnert die Formation auf zwei Positionen: Semir Saric war an Stelle von Jannis Kübler von Beginn an dabei, Philipp Aboagye übernahm die Aufgabe von Roman Prokoph. Kingsley Sarpei hatte es nicht rechtzeitig geschafft fitzuwerden.

Die erste gute Chance bot sich dem WSV auf dem vor dem Anpfiff vom Rauhreif befreiten Rasen in der 7. Minute. Philipp Hanke hatte Aboagye in Szene gesetzt, der mit seinem Schuss aber an Torwart Alexander Sebald scheiterte. Beide Teams neutralisierten sich in der Folgezeit fast komplett. In der 27. Minute zielte Mirko Schuster für die Gastgeber im Nachschuss knapp am WSV-Kasten vorbei. Viel mehr tat sich im ersten Durchgang nicht. Die Bergischen arbeiteten konzentriert, konnten aber nicht ihr Kombinationsspiel aufziehen. So stand es in einer kampfbetonten Partie zur Pause folgerichtig 0:0 unentschieden.

Mehnert nahm vor dem zweiten Durchgang eine Veränderung vor. Er brachte Xhuljo Tabaku für Aboagye (46.). In der 52. Minute überschlugen sich die Ereignisse: Erst knallte Gerrit Kaiser den Ball von der Strafraumgrenze aus an die Latte, dann entwickelte sich ein Tumult. In der Folge sah Kevin Hoffmeier die gelb-rote Karte. Der WSV agierte fortan in Überzahl. Ausnutzen konnten die Gäste den personellen Vorteil allerdings zunächst nicht. Im Gegenteil: Das Team hatte Glück, dass Kaiser mit einem Schuss von links nur den rechten Pfosten traf.

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Mehnert wechselte in der 72. Minute zum zweiten Mal und brachte Moritz Montag für Philipp Hanke. Fünf Minuten später kam Roman Prokoph für Saric. Ein Sturmlauf blieb aber weiter aus. Doch dann schlug der WSV, der diesmal auf Kampf setzte, noch zu: Backszat mit einer Flanke auf Prokoph, und der Routinier vollendete gekonnt links oben in den Winkel – 0:1 (86.).

Niklas Heidemann hätte in der Nachspielzeit alles klarmachen können, blieb aber zweiter Sieger gegen Sebald. Und so wurde der Schlussmann des SVR zum Mann des Spiels. Nach einem Freistoß versenkte der nach vorne geeilte Keeper den Ball im Getümmel zum 1:1-Ausgleich (90.+3. Minute). Nach einem weiteren Handgemenge nach dem Abpfiff sah Mirko Schuster (Rödinghausen) noch die rote Karte.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel auf einem schwierigen Boden. Wir wussten, dass Rödinghausen eine sehr ,eklige‘ Mannschaft ist, die über Mentalität und Emotionen versucht ins Spiel zu finden. Das haben sie gut gemacht. Es war ein enges Spiel. Am Ende muss man reflektieren, dass das Ergebnis aufgrund der Chancen gerecht ist. Rödinghausen hatte zwei Aluminiumtreffer. Und fehlte im letzten Dritte nach der gelb-roten Karte die letzte Konsequenz, die letzte Überzeugung. Wir haben etwas gebraucht, um uns darauf einzustellen. Mit der Einwechslung von Roman (Prokoph, Anm. der Red.) haben wir es dann aber ganz gut gemacht mit zwei drei Aktionen. Wir führen dann 1:0. Dann ist es natürlich bitter, wenn man in der letzten Aktion das Gegentor kassiert. Aber wir sind weiter in unserer Serie ungeschlagen, und wir haben bei einer sehr guten Regionalliga-Mannschaft einen Punkt mitgenommen. Nach dem Abpfiff waren einige Emotionen, ich habe nicht alles mitbekommen. Es gab ja wohl noch eine rote Karte für einen gegnerischen Spieler. Das hat der Schiedsrichter so gesehen. Ich habe es nur aus dem Augenwinkel gesehen. Aber ich möchte es gar nicht bewerten. Das hat der Schiedsrichter getan.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir waren heute nicht so gut wie in den vergangenen Spielen und sind nur schwer in die Zweikämpfe gekommen. Wir hatten zwei Mal Glück bei Aluminiumtreffern und selber die Chance durch Phillip Aboagye. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert. Fast aus dem Nichts gehen wir dann durch das sensationelle Tor von Roman Prokoph in Führung, schaffen es aber nicht, sie über die Zeit zu bringen. Wir müssen einfach nur den Ball wegschießen, stattdessen unterläuft uns ein Foulspiel, das dann zum Gegentor führt: Trotzdem können wir mit dem Punkt leben. Rödinghausen ist eine Topmannschaft und unangenehm zu spielen. Wir sind seit 17 Partien ungeschlagen und auswärts noch ohne Niederlage.“

Im letzten Spiel des Jahres empfängt der WSV am kommenden Samstag (18. Dezember 2021) Rot-Weiß Ahlen. Antoß im Stadion am Zoo ist um 14 Uhr.

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