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Handball-Bundesliga: BHC ist klarer Außenseiter im „Löwenduell“

Handball-Bundesliga: Donnerstag ab 16 Uhr : Liveticker: BHC - RN Löwen

Nach der enttäuschenden 23:26-Niederlage bei GWD Minden hat der Handball-Bundesligist Bergischer HC kaum Gelegenheit zurückzublicken. Schon am 2. Weihnachtstag geht es weiter: Um 16 Uhr sind die Rhein-Neckar Löwen zu Gast im ISS Dome.

Zwar haben die Mannheimer zwei ihrer letzten drei Partien verloren, doch sie verfügen über einen auf allen Positionen starken Kader. Fast ausschließlich Nationalspieler stehen beim Deutschen Meister 2016 und 2017 auf der Platte. Angeschlagen war zuletzt nur Alexander Petersson, der über muskuläre Probleme klagte. „Die Situation ist ähnlich wie vor Magdeburg“, erläutert BHC-Trainer Sebastian Hinze. „Wir werden nicht alles verteidigen können, sondern müssen uns entscheiden, was wir zulassen.“

Zu gerne würde der BHC mal ein absolutes Spitzenteam in die Schranken weisen. Das war ebenfalls bereits vor dem Duell gegen den SCM Thema. Das hat sich auch nach der Niederlage in Minden nicht geändert, doch vorrangig ist eine deutliche Leistungssteigerung. „Wir haben uns speziell im Positionsangriff nicht gut präsentiert“, sagt Hinze. „Es lag nicht daran, dass die Mannschaft nicht alles hereingeworfen hätte. Beide Teams haben eine sehr emotional geführte Partie gespielt.“ Der Trainer hat zudem eine stabile Abwehr gesehen. „Für mich war der Umgang mit einem nicht funktionierenden Spiel entscheidend.“

So habe auch im Abschluss die letzte Überzeugung gefehlt. „Im Stress müssen wir immer die Idee haben, auf einen Sicherheitsanker zurückzugreifen“, erklärt Hinze. „Wir müssen einfache Dinge gut machen. Das beschreibt es kurz ausgedrückt am besten.“ Stattdessen habe dem Team der Rhythmus gefehlt, das Stresslevel sei hoch gewesen. Und es fehlten zudem Spieler in absoluter Topform. „Auch damit müssen wir klarkommen. Denn so ist es eben manchmal.“

Auch Fabian Gutbrod hat sich über die Niederlage geärgert. „Auf dem Spielfeld hatte ich eigentlich die ganze Zeit das Gefühl, dass wir alles haben, um erfolgreich zu sein“, meint der Rückraumspieler. „Aber dann haben wir ganz schlechte Entscheidungen getroffen. Das ist ärgerlich, denn Minden hat eben auch kein sehr gutes Spiel gemacht.“

Dass die Chancen auf einen Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen geringer sind als gegen Minden, dürfte klar sein. Trotzdem rechnen sich die Löwen selbstverständlich etwas aus - vor allem eine gute, konzentrierte Leistung. Die Vorbereitungszeit umfasst nur zwei Trainingseinheiten. Deutlich mehr als 5.000 Zuschauer im ISS Dome sollen helfen. „Die Stimmung kommt auf dem Feld sehr gut rüber in Düsseldorf“, sagt Fabian Gutbrod. „Ich weiß nicht, ob das in den Zuschauerrängen anders wirkt. Aber für uns ist das eine sehr gute Heimspiel-Atmosphäre“

Die personelle Situation ist nach aktuellem Stand relativ entspannt. Leos Petrovsky (Schambeinentzündung) und Daniel Fontaine (Achillessehnenriss) fallen noch aus, der Rest des Kaders ist fit.

Wer bei der Anreise zum Düsseldorfer ISS Dome auf das Auto verzichten möchte, ist dazu eingeladen. Das Ticket zum Spiel berechtigt zur Fahrt im öffentlichen Nahverkehr. Die S1 fährt bis Düsseldorf-Derendorf. Von dort geht es mit der Straßenbahnlinie 701 direkt vor den ISS Dome. Für die Handballfans, die mit dem PKW anreisen, stehen im Parkhaus von Parkvogel unmittelbar neben dem ISS Dome rund 1.500 Parkplätze zur Verfügung.