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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV als realistischer Punktesammler

Fußball-Regionalliga : WSV als realistischer Punktesammler

Drei Spiele, neun Punkte, dadurch etwas mehr Luft zur Abstiegszone: Spieler und Verantwortliche des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler verließen das Stadion am Zoo nach dem 1:0 (1:0)-Heimsieg gegen Alemannia Aachen überaus zufrieden. Wohlwissend, dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt.

Denn, das räumten die Beteiligten sehr freimütig ein, der Dreier war ziemlich glücklich, die Alemannia das bessere Team mit den größeren Torchancen. Was sicherlich auch daran lag, dass der WSV nach einem Monat voller Spielausfälle zwar Willens war, der Rhythmus sich nach den ordentlichen ersten 20 Minuten aber nicht einstellen wollte. „Die Jungs wissen, dass es besser geht“, sagte Trainer Björn Mehnert.

Und dennoch gab es einige Erkenntnisse. Solch ein Spiel, war allenthalben zu hören, hätte man in der Hinserie wohl verloren. Zudem steht der WSV bei gegnerischen Flanken stabiler. Mehnert betonte seinerseits die Mentalität der Mannschaft, die jeden Zweikampf annahm und „Fehler des anderen ausgebügelt hat“. Womit der 44-Jährige indirekt auch aussagen wollte, dass die sechs Winter-Neuzugänge – inklusive des sicheren Rückhalts Sebastian Patzler – systemtechnisch, aber eben auch charakterlich passen. Torjäger Marco Königs seinerseits fungierte in Ermangelung kompetenter Zuspiele als erster Verteidiger – mit enormen Einsatz. Heimlicher Matchwinner war allerdings wohl der Sportliche Leiter Stephan Küsters. Der hatte in den Auflösungsvertrag mit dem im Dezember mit vier weiteren Akteuren freigestellten Marwin Studtrucker einarbeiten lassen, dass der Stürmer in dieser Saison nicht gegen den WSV auflaufen darf, auch nicht im Rückspiel Nicht wenige waren am Mittwochabend davon überzeugt, dass Studtrucker den engagierten, aber reichlich abschlussschwachen Aachenern durchaus hätte helfen können.

  • Der WSV (hier Torjäger Marco Königs
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  • WSV-Trainer Björn Mehnert.
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  • Mateo Aramburo am Rande des Heimspiels
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Björn Mehnert beeilte sich indes, möglicherweise aufkommende Euphorie im Keime zu ersticken. Momentan seien weiterhin wichtige Spieler nicht an Bord, wenngleich gerade Youngster wie Isaak Akritidis ihren Job bestens erledigt hätten. Außerdem, so Mehnert, sei es ratsam, jede Partie „wie ein Pokalspiel“ anzugehen und nicht auf die Tabelle zu schauen. Kein schlechter Rat, die kommenden Partien haben es in sich: Samstag (27. Februar) geht es zum Tabellenneunten Rot-Weiß Oberhausen, am kommenden Mittwoch (3. März) folgt das Nachholspiel gegen den Ligadritten Fortuna Köln, ehe die Schalker Reserve ins Stadion am Zoo reist (6. März). Hätte der WSV auch danach im laufenden Jahr noch keinen Punkt verloren, wäre das allerdings eine dicke Sensation.