1. Sport
  2. Sporttexte

Fußball-Regionalligist WSV verliert bei Köln II 1:2 (0:1)

Fußball-RL: 1:2 (0:1) bei Kölns U 21 : WSV wacht erneut zu spät auf

Die tabellarische Aufholjagd des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV ist bereits wieder beendet. Am Sonntagnachmittag (11. September 2022) kehrten die Rot-Blauen mit einer 1:2 (0:1)-Niederlage vom Auswärtsspiel bei der U 21 des 1. FC Köln zurück. Die Partie des achten Spieltags verfolgten 400 Fans im Franz-Kremer-Stadion.

Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zum 2:1 gegen Straelen zwei Veränderungen vor: Nick Galle kam für den verletzten Justus Henke, Oktay Dal für Bastian Müller. Im Sturm durfte Roman Prokoph an alter Wirkungsstätte (2016 bis 2019) ran.

Köln übernahm von Beginn an die Initiative, ohne aber hochkarätige Chancen zu kreieren. Das Team machte aber Druck. Und belohnte sich in der 18. Minute mit einem schönen Treffer: Maximilian Schmidt traf aus 20 Metern mit einem Sonntagsschuss. Köln war aggressiver, der WSV fand nur selten zu seiner Linie. Einen kernigen Schuss von Moritz Montag wehrte Torwart Jonas Urbig zur Ecke ab (38.). Zwei Minuten später verhinderte WSV-Keeper Sebastian Patzler einen höheren Rückstand, als er Hendrik Mittelstädt in letzter Sekunde stoppte. Die Führung der Gastgeber zur Pause war verdient.

Mehnert brachte direkt nach der Pause Philipp Hanke für Jerome Al-Haizameh. Doch den ersten Akzent setzte der FC: Nach einem Fehlpass von Lion Schweers schob Mittelstädt zum 2:0 ein (48.). Kevin Hagemann verpasste nach einer Flanke von Marco Stiepermann das 1:2 (54.). Montag prüfte Urbig erneut (56.). Dann schlug Roman Prokoph zu. Nach einem Eckball von Kevin Rodrigues Pires köpfte er den Anschluss (57.).

  • Moritz Montag spielt bislang eine gute
    Fußball-RL: Sonntag ab 15 Uhr : Liveticker: 1. FC Köln U 21 – Wuppertaler SV
  • Auch Noah Salau (re.) kommt zum
    Fußball-Pokal: Mittwoch ab 19:30 Uhr : Liveticker: VfL Benrath – Wuppertaler SV
  • Der TVB behielt im Derby den
    Termine und Resultate : Die Sport-Ergebnisse vom 9. bis 11. September 2022

Marco Königs kam für Oktay Dal (58.), Serhat-Semih Güler für Prokoph (69.). Der WSV hatte längst das Kommando übernommen, Güler zielte aber vorbei (72.). Auch der Kopfball von Schweers fand nicht ins Ziel (78.). Lewin D’Hone ersetzte Stiepermann (81.). Der WSV rannte weiter an, Köln konzentrierte sich auf die Verteidigung. Güler hätte noch den dann verdienten Ausgleich machen können, verzog aber aus kurzer Distanz (90.+4.). Der nächste Rückschlag für den WSV war perfekt.

Björn Mehnert (Trainer des WSV): „Die erste Halbzeit war deutlich zu wenig. Wir wollten aggressiv in die Zweikämpfe gehen und einer U-Mannschaft über Einsatz den Schneid abkaufen. Die Abstände waren aber zu groß, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen – und haben die Kölner im Mittelfeld spielen lassen. Das erste Tor war bezeichnend, auch wenn es vielleicht ein Sonntagsschuss war. Aber das kann man vorher besser verteidigen. Wir hatten viele Fehler in der Spieleröffnung. In der Halbzeit haben wir umgestellt, aber direkt das 0:2 bekommen. Nach dem Anschluss haben wir alles probiert, hatten auch unsere Möglichkeiten, haben aber den Ausgleich nicht gemacht. Aber noch einmal: In der ersten Halbzeit haben wir zu wenig von den Tugenden gezeigt, die wir benötigen. Im Pokal und gegen Lippstadt müssen wir gewinnen. Dafür brauchen wir Typen auf dem Platz, die wenig bis keine Fehler machen. Keiner macht die Fehler extra. Aber es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Zurzeit geht es nicht darum, schön zu spielen, sondern alles in die Waagschale zu werfen.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und geraten in der zweiten Halbzeit durch einen individuellen Fehler weiter in Rückstand. Danach kommen wir besser ins Spiel und haben Druck ausgeübt, aber das Tor nicht mehr gemacht. Dass Köln den ein oder anderen Konter fährt, ist normal. 30 gute Minuten sind viel zu wenig. Ich habe die Leidenschaft vermisst. Wir werden genau hinschauen und analysieren: Wer hat Bock drauf, wer lebt das? Das haben wir schon ein paar Mal diskutiert. Wir haben zehn Punkte und haben und natürlich mehr erhofft. Wir werden schaue, in welche Richtung wir was ändern. Wir brauchen nicht auf Münster zu schauen, wenn wir selber unsere Hausaufgaben nicht machen. Dann müssen wir uns über keine andere Mannschaft Gedanken machen.“

Die Partie in Köln war der Auftakt in eine Englische Woche. Am Mittwoch (14. September) gastiert der WSV in der zweiten Runde des Niederrheinpokals beim Bezirksligisten VfL Benrath. Anpfiff ist um 19:30 Uhr im Stadion am Flinger Broich in Düsseldorf. Am kommenden Samstag (17. September) empfängt der WSV um 14 Uhr den SV Lippstadt im Stadion am Zoo.

Zum Liveticker: hier klicken!