1. Sport
  2. Sporttexte

Hallenhockey-Regionalligist: ETG mit zwei Gesichtern

Hallenhockey-Regionalligist : ETG mit zwei Gesichtern

Mit einer knappen 7:9-Niederlage ist der Hallenhockey-Regionalligist ETG Wuppertal vom Auswärtsspiel beim Tabellenführer Rot-Weiß Köln 2 zurückgekehrt. Ohne die verletzten bzw. erkrankten Arvid Kern, Filip Podzorski und Philipp Kirazli fehlten im Sturm drei wichtige Akteure.

Die Wuppertaler verschliefen die erste Halbzeit komplett, ihnen unterliefen zu viele Fehler — folgerichtig lagen sie 0:4 zurück. Nach den Treffern von Winterberg und Lasogga keimte kurz Hoffnung auf, doch die Spieler um Olympiasieger Benni Wess führten zur Halbzeit verdient mit 6:2. Auch die ersten Minuten waren geprägt von individuellen Fehlern - so stand es nach 28 Minuten noch 2:8.

Köln schaltete etwas zurück, die ETG begann zu kämpfen und wurde mutiger. Der Aufholjagd startete mit einem Eckentreffer durch Max Winterberg. Nachwuchsspieler Fynn Schmitz legte zum 4:8 nach, plötzlich stimmte die Körpersprache. Lohn waren weitere Treffer durch Enno Heisler und Winterberg, die ihr Team gar auf 7:8 heranbrachten.

In der verbal von den Kölnern sehr engagiert geführten Partie versuchten die Schiedsrichter durch Zeitstrafen die Kontrolle zu behalten. Mit nur noch 30 Sekunden auf der Spieluhr erhielten die Wuppertaler noch eine letzte Chance. Die Elberfelder hatten bereits ihren Torwart durch einen weiteren Feldspieler ersetzt und drängten nun auf den Ausgleich. Ein Pass in den Schusskreis wurde abgefangen, in Augen der Gäste regelwidrig. So forderten die Spieler eine Strafecke, während sich die Kölner schon im Konter befanden und mit der Schlusssirene noch ihren dritten Treffer auf das nun leere Tor in der zweiten Halbzeit erzielten.

"Wir haben in der ersten Hälfte nicht annähernd unseren Matchplan umgesetzt und einfach auch alle zu viele einfache Fehler gemacht, die auf diesem Niveau eben bestraft werden. Nun haben wir ein echtes Endspiel mit den punktgleichen Bonnern in zwei Wochen vor uns, und ich freue mich darauf. Wir sind in guter Form und müssen kopfmäßig da sein, dann können wir jeden Gegner dieser Liga schlagen und bleiben auch verdient Teil der 1. Regionalliga", so Kapitän Lennart Kern.