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Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV: Britscho: "1:0 hätte vieles kaschiert"

Fußball-Regionalliga: Wuppertaler SV : Britscho: "1:0 hätte vieles kaschiert"

Auch zwei Tage nach dem ernüchternden 1:2 gegen den Aufsteiger SV Lippstadt ist die Stimmung beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV mäßig. Trainer Christian Britscho will intensiv daran arbeiten, die Fehler zu beheben.

Schönreden mag der 48-Jährige den Saisonstart mit einem Sieg und zwei Niederlagen nicht. Alle drei Partien seien nicht überzeugend gewesen, das 1:5 in Essen sogar eine "Vollkatastrophe, dafür gab es keine Entschuldigung". Gegen Lippstadt kam nun auch noch Pech hinzu. Oder Unvermögen, je nach Sichtweise.

Es war ein kurioses Match. Der WSV hatte die Gäste im Griff, ohne in den ersten 60 Minuten wirklich zu überzeugen. "Lippstadt spielt sehr unkonventionell und macht die Räume eng. Wir haben nicht den Powerfußball gebracht und die Ballzirkulation vermissen lassen. Es fehlte die Durchschlagskraft. Wir hätten wie beim Schach einen Zug vorausdenken müssen, um die Räume freizuziehen", erklärt Britscho. Das änderte sich mit der Einwechslung von Marco Cirillo. "Danach hatten wir acht gute Chancen, ein klares Übergewicht, die Führung war überfällig."

Die besorgte Gino Windmüller in der 87. Minute, die inzwischen unüberhörbaren Unmutsbekundungen vor allem auf der Haupttribüne verstummten. Aber es reichte nicht. "Alles scheint damit in Ordnung. Doch wir verteidigen nicht gut. Nach dem 1:1 gucken sich alle an und versuchen es wettzumachen. Aber mehr mit Mute der Verzweiflung als mit dem Plan, den wir ja vorbereitet haben", so der WSV-Coach. "Nach dem 1:2 bricht alles zusammen, alle sind enttäuscht." Und das Pfeifkonzert setzte wieder ein.

Den Stab will er über sein Team nicht brechen: "Die Mannschaft gibt ihr Bestes, investiert, macht und tut. Man kann man nichts erzwingen. Und das 1:0 hätte vieles kaschiert, denn trotzdem wäre vieles nicht gut gewesen."

Am Samstag (8. August 2018) geht es zum SC Verl an die Poststraße. Keine leichte Aufgabe. Britscho gibt die klare Marschroute für die kommenden Tage aus: "Wir müssen hart arbeiten und immer und immer wieder trainieren, damit solche Fehler nicht passieren. Wir haben Lippstadt im Grunde 90 Minuten lang vom eigenen Tor weggehalten und defensiv nicht so viel falsch gemacht. Aber wir müssen eben 95 Minuten alles richtig machen."

Um sich in der Tabelle Schritt für Schritt wieder nach oben zu arbeiten.