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Abstiegsbedrohter Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV baut Kader um

Fußball-Regionalliga : Küsters (WSV): „Das wird sich dann zeigen“

Mit einem deutlich veränderten Kader wird der abstiegsbedrohte Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV die Rückrunde bestreiten. So viel steht fest, mehr noch nicht. Fünf Spieler sind aussortiert worden, nach Torwart Sebastian Patzler (30) sollen neue verpflichtet werden.

„Wir haben die Köpfe zusammengesteckt und das erste halbe Jahr Revue passieren lassen“, erklärt der Sportliche Leiter Stephan Küsters. „Ziel ist es, frischen Wind in die Kabine zu bekommen.“ Und natürlich den schwachen Punktestand zu verbessern, um den Sturz in die Oberliga zu verhindern. Beteiligt an der umfassenden Analyse waren neben Küsters Sportvorstand Thomas Richter, Trainer Björn Mehnert und Chefscout Gaetano Manno.

Auf der Torhüterposition setzt der WSV künftig auf Patzler und Niklas Lübcke (21), der weiter gefördert werden soll. Als Back-ups gelten die Schlussleute der A-Junioren, darunter Payam Safarpour-Malekabad. Dagegen spielt Daniel Szczepankiewicz keine Rolle mehr. Ob auch er geht, muss sich noch zeigen. Für Verwunderung hat in Fankreisen vor allem die Trennung von Stürmer Gianluca Marzullo (fünf Tore) gesorgt. „Gianluca ist ein ähnlicher Spielertyp wie Marco Königs, zentral in der Box“, erläutert Küsters. Die reinen Zahlen seien grundsätzlich (neben Marzullo sind auch Marwin Studtrucker, Tim Wendel, Yannick Geisler und Victor Maier freigestellt) nicht entscheidend gewesen – vielmehr etwa die Tatsache, dass zu wenig zweite Bälle erobert worden seien und die Vorarbeit für die Sturmzentrale zu ineffektiv gewesen sei. Außerdem soll auch die Defensive mehr in den Fokus rücken. Sowohl die Zahl der Gegentore (37 in 19 Partien) als auch der individuellen Fehler war viel zu hoch.

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Waren in allen Fällen sportliche Gründe ausschlaggebend? „Inhaltlich werde ich zu keinem Spieler etwas sagen. Das gehört sich nicht“, so Küsters. Alle können – bei Interesse anderer Clubs – den WSV ablösefrei verlassen, ihre Verträge laufen andernfalls bis Sommer 2021. Der Kader soll 22 Feldspieler und zwei Torhüter umfassen. Transfers würden den finanziellen Spielraum erhöhen., sonst müssen – wie fast immer – externe Gelder her.

Trainer Björn Mehnert bittet am Samstag (2. Januar 2021) zur ersten Einheit. Das erste Pflichtspiel soll am 16. Januar in Ahlen angepfiffen werden. Es sei zwingend notwendig, etwas zu verändern, glaubt Küsters: „Ob wir mit den Entscheidungen richtig oder falsch liegen, das wird sich dann zeigen.“