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Sommergespräche des Wuppertaler OB: Auf der Suche nach dem Virus

Sommergespräche des OB : Auf der Suche nach dem Virus

Seit März 2020, also seit 18 Monaten, bestimmt das Corona-Virus große Teile des täglichen Lebens. Noch gravierender sind die Herausforderungen für all die, die beruflich mit dem Virus zu tun haben. Das Labor der Helios Universitätsklinik in Wuppertal war Ziel der Sommergespräche von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

Im Labor des HUKW können täglich weit über 1.000 Proben auf das Corona-Virus analysiert werden, gesamthaft wurden bisher über 300.000 PCR-Tests durchgeführt. Die mehr als 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Labors erfüllen dabei eine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft und leisten auch schon mal eine Nachtschicht.

„Ich möchte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den hohen persönlichen Einsatz danken“. sagt Schneidewind, bevor der Rundgang durch das Labor startet. Das Tragen eines Einwegkittels ist Pflicht. Prof. Dr. med. Parviz Ahmad-Nejad, Direktor des Instituts für Medizinische Labordiagnostik und Lehrstuhlinhaber für Mikrobiologie und Laboratoriumsmedizin der Universität Witten/Herdecke übernimmt die Führung. „Von diesen Geräten hatten wir zu Beginn der Pandemie jeweils eins“, berichtet er und zeigt auf einen Pipettierroboter und eine PCR-Maschine, in denen Proben auf das Corona Virus getestet werden. „Heute haben wir diese Geräte nicht nur verdreifacht, sondern zusätzlich einen Sequenzierautomaten angeschafft, der an einem Tag mehr als 800 Proben auswerten kann.“

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Dr. rer. nat. Jennifer Ortelt zeigt, wie die Testergebnisse von den Geräten anhand von Kurven auf einen Computerbildschirm übertragen und so sichtbar werden.

In dem Laborraum fallen viele Kartons auf: „Wir haben in der Corona-Pandemie erlebt, dass es plötzlich keine Testplatten mehr gab oder dass andere wichtige Teile fehlten. Jetzt kaufen wir über den normalen Bedarf ein und lagern für Notfälle.“ Denn ohne PCR-Nachweis keine Testergebnisse, ohne Ergebnisse keine Feststellung, ob mit dem Virus infiziert oder nicht. „So etwas können und wollen wir uns nicht leisten“, weiß Klinikgeschäftsführer Dr. Holger Raphael. Das Labor verspricht eine Ergebnisanalyse in 24 Stunden. „Aber meist schaffen wir es dank Technik und hoher Motivation in 12 Stunden“, so Raphael.

Uwe Schneidewind lobt den technologischen Standard: „Der Einblick in die technischen Zusammenhänge von der Probe bis zum Ergebnis ist beeindruckend. Vor allem der Datentransfer der Ergebnisse auch mit unserem Gesundheitsamt hat sich sehr gut weiterentwickelt. Ich nehme von diesem Besuch hilfreiche Impulse für die weitere Virus-Entdeckung und Bekämpfung mit, herzlichen Dank!“