R.i.P. - Ride in Peace und Rest in Paint

R.i.P. - Ride in Peace und Rest in Paint

Die Nachricht vom Tod Patrick Möllers' löste bundesweit auf Facebook eine Welle der Betroffenheit aus. Der bei einem Wohnungsbrand in der Schleswiger Straße ums Leben Gekommene war in der deutschen Sprayer- und Skater-Szene eine feste Größe.

Am Freitag wurde er beigesetzt.

Möllers Beliebtheitsgrad lässt sich beispielsweise in Dutzenden sehr persönlich gehaltenen Kommentaren auf einer Online-Kondolenzliste ablesen, die das Beerdigungsunternehmen aufgelegt hatte. Mancher deutete die Zeile "Rest in Peace" in "Ride in Peace" oder "Rest in Paint" um. Und auf Facebook ist zu sehen, dass einige Sprayer-Freunde ihre Trauer in Graffitis mit seinem Signet zum Ausdruck brachten ...

Patrick Möllers selbst war als Sprayer auch im offiziellen Rahmen aktiv: So nahm er 2007 an der Aktion "Sichtweisen" teil, in der er mit Robert Elfgen auf dem Berliner Platz eine skulpturelle Bühne entwickelte.

Als Skater lag ihm besonders die Sicherheit von Kindern am Herzen, betont seine Schwester. So gab er viele "Fall-Kurse", um schlimme Unfall-Folgen zu verhindern. Auch im Skatertreff Wicked Woods war er lange Jahre aktiv. "Patrick war ein echter Lebenskünstler", sagt seine Schwester über den jüngeren Bruder, dessen Familiensinn stilgemäß unter anderem in einem Tattoo mit dem Bildnis seiner Großmutter in Madonnenform zum Ausdruck kam.

Der 36-Jährige alleinerziehende Vater hinterlässt einen siebenjährigen Sohn, der bei dem Brand unverletzt blieb und für den Freunde eine Hilfsaktion ins Leben riefen.

Mehr von Wuppertaler Rundschau